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Neue Infos zum Anschlag in Leipzig

Von Feierabend-Mitglied Donnerstag 03.09.2026, 14:34

die so manchem hier nicht gefallen dürften .....


"Leipzig. Einen Tag nach angekündigten Sanktionen gegen Russland im Zuge des Drohnenangriffs auf dem Flughafen Leipzig/Halle sollen zwei Verdächtige identifiziert sein. Laut dem Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung handelt es sich um einen gebürtigen Russen mit lettischem Pass und einen aktenkundigen Mann aus Belarus mit russischem Pass. Zuerst hatte „Die Zeit“ am Dienstagabend berichtet, der Generalbundesanwalt ermittle gegen zwei Beschuldigte. Der Generalbundesanwalt wollte sich auf Anfrage zu dem Bericht nicht äußern.

Die Recherche stützt sich auf zwei Ermittler, die sich sicher sind, dass die beiden Verdächtigen mit dem Anschlagsversuch zu tun haben. Der Russe mit lettischem Pass soll der Logistiker und Instrukteur des geplanten Anschlags von Leipzig sein und über Verbindungen zum russischen Geheimdienst verfügen. Er reiste offenbar Ende Juli über den Berliner Flughafen BER nach Deutschland ein und soll anschließend mit einem Mietwagen unterwegs in Richtung Leipzig gewesen sein. Zwei Tage vor dem gescheiterten Drohnenanschlag hat der Tatverdächtige Deutschland wieder verlassen – erneut per Flugzeug über den BER.

Leipzig: DNA-Spuren führen zu Verdächtigen
Am Tatort entdeckten die Ermittler zudem DNA-Spuren, die sie zu einem zweiten Tatverdächtigen führten. Weitere Spuren gab es an einer Antenne, die das Drohnensignal verstärken sollte. Nach einem Abgleich in einer europäischen Datenbank konnten diese Spuren dem Mann aus Belarus zugeordnet werden. Er war schon in verschiedenen Ländern wegen anderer Straftaten aufgefallen. Der Verdächtige, der auch einen russischen Pass besitzt, soll nach Recherchen von SZ, NDR und WDR mit einem italienischen Touristenvisum eingereist sein. Nach Behördenerkenntnissen wurde das Dokument Ende April an einer italienischen Auslandsvertretung in Minsk ausgestellt.

Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel am Donnerstag berichtet, verfolgen deutsche Ermittler mittlerweile auch Spuren nach Polen und Serbien. Wie der Spiegel aus Sicherheitskreisen erfahren haben will, wird einer der identifizierten Tatverdächtigen mit einem weiteren Sabotageakt in Verbindung gebracht – einem Brandanschlag auf einen Baumarkt im polnischen Łódź im Juli 2024. Der Mann soll den Angaben zufolge Kontakt zu russischen Geheimdiensten haben, heißt es in der Vorabmeldung zu dem Bericht.

Den Informationen zufolge prüfen Ermittler zudem Verbindungen zwischen dem Vorfall in Leipzig und einem Sprengstofffund an der serbisch-ungarischen Grenze. Dort hatten serbische Sicherheitskräfte am 11. Juni zwei Männer festgenommen, die Komponenten einer modifizierten Drohne, Transmitter zur Steuerung sowie zwei Konservendosen mit Sprengstoff mit sich führten. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen weisen die Bauteile Ähnlichkeiten zu der am Leipziger Flughafen entdeckten Drohne auf. Auch dort war der Sprengstoff etwa in einer Konservendose verbaut, die an der Drohne befestigt war.
Insgesamt drei Drohnen in Leipzig gefunden

Nach RND-Informationen gab es insgesamt drei Drohnen in Leipzig. Die erste, die auf dem Rollfeld neben einer Antonov gefunden wurde. Später wurden in der Nähe des Flughafens noch zwei Drohnen entdeckt, „die auch zur Umsetzung kamen“, wie es aus Sicherheitskreisen heißt. „Es ist hochprofessionelle Technik verwendet worden.“ Der Gegenstand, der mit der durchstartenden Maschine zusammenstieß, war nach jetzigem Kenntnisstand keine Drohne.

Moskau bestellt deutschen Diplomaten ein
Das russische Außenministerium hat den Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in Moskau einbestellt, um gegen Berlins Sanktionen nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig zu protestieren. Die Einbestellung sei wegen der antirussischen Handlungen und der Äußerungen der deutschen Führung erfolgt, teilte das Ministerium mit. Auf einem Video war zu sehen, wie der Diplomat mit dem Leiter der politischen Abteilung der Botschaft vorfuhr und das Gebäude betrat. Der neue Botschafter Clemens von Goetze ist demnach nicht in der Stadt.

Russland hatte Gegensanktionen angekündigt. Als denkbar gilt eine Schließung des Goethe-Instituts und des Generalkonsulats in St. Petersburg. Schon in der Vergangenheit hatten beide Seiten im Zuge von Sanktionen wechselseitig Konsulate geschlossen.

Russland bestreitet, etwas mit der Drohne auf dem Flughafen zu tun zu haben. Russland sieht den Fall um das nicht detonierte Flugobjekt als eine „Provokation“, die allein den Interessen von militaristischen Kreisen in Europa und in der Ukraine diene.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatten am Vortag Russland für den Drohnenvorfall verantwortlich gemacht und Strafmaßnahmen angekündigt. Wadephul sagte, dass etwa das russische Konsulat in Bonn geschlossen werden soll. Zudem werde der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt.
Leipziger Sprengstoffdrohne: Rom prüft Infos zu Verdächtigem

Italien will die Informationen zum Verdächtigen prüfen, der mit einem von Italien ausgestellten Touristenvisum in die EU eingereist sein soll. Der italienische Außenminister Antonio Tajani sagte am Rande eines EU-Treffens in Irland, es werde nun alle notwendigen Untersuchungen geben. Grundsätzlich gelte, dass es ein Verfahren für die Erteilung von Visa gebe und dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssten. Wenn die betreffenden Personen diese Voraussetzungen erfüllten und zu ihnen keine Warnmeldung vorliege, werde das Visum erteilt."

www.rnd.de/ ... /medien-verdaechtige-nach-drohnenattacke-in-leipzig-identifiziert-spuren-fuehren-auch-nach-serbien-ZMWPSNCDB5DANNQ3S2UT25DDWQ.html

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