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Neue Kriegführung Der Preis entscheidet

Von Harvey11 Montag 30.03.2026, 12:38 – geändert Montag 30.03.2026, 12:49

Panzer, Kriegsschiff, Jet und Co sind kostspielig und Angriffswaffen wie Drohnen unterlegen

»Eine US-Fregatte feuert eine SM-3-Abfangrakete ab. Der Interceptor kostet 15 Millionen US-Dollar, beschleunigt auf sechsfache Schallgeschwindigkeit und trifft sein Ziel: eine Drohne der jemenitischen Ansarollah iranischer Bauart, Stückpreis zwischen 2.000 und 20.000 US-Dollar. Das Verhältnis beträgt im besten Fall eins zu 750. Wie das Stimson Center in einer Analyse vom 6. November 2025 berechnet hat, verbrauchte die US-Marine im Roten Meer zeitweise eine Jahresproduktion an SM-3-Raketen in einer einzigen Stunde. Seit dem 28. Februar, dem Beginn des aktuellen Krieges gegen Iran, haben die Golfstaaten nach Angaben des International Institute for Strategic Studies bereits Hunderte teurer Abfangraketen verwendet, um iranische Drohnen abzuwehren – und dabei einen erheblichen Teil ihrer Langstreckeninterceptor-Bestände verloren.

Ob im Jemen, in der Ukraine oder dem Iran: Die Drohne kann als Waffe der Stunde bezeichnet werden. Dabei ist die Drohne selbst nicht das Neue – unbemannte Flugkörper gibt es seit den 1930er Jahren, Marschflugkörper seit den 1940ern. Neu ist die Konsequenz, mit der zunächst Iran, und inzwischen auch Russland und die Ukraine das was am Ziel die eigentliche Wirkung entfaltet – die Rakete, die Bombe, die Munition, militärisch heißt es kurz: das Wirkmittel, – vom Träger entkoppelt und diese Entkopplung zum Kern ihrer gesamten Rüstungsarchitektur gemacht haben.

Man könnte das Wirkmittelkriegführung nennen: eine Form des Krieges, in der Drohnen, Marschflugkörper und Raketen selbst zum Handlungsträger werden – ohne dass eine große, teure, bemannte Plattform sie ins Ziel bringen muss. Das Wirkmittel trägt sich selbst. Das klingt nach einer rein technischen Verschiebung. Aber es ist eine strategische. Auch die Wirkmittelkriegführung benötigt Träger, aber sie sind anders gedacht. Drohnen starten von einfachen Schienen oder Katapulten, Raketen von mobilen Lkw-Plattformen. Diese Launcher sind weder hochkomplex noch strategisch knapp, sondern basieren in der Regel auf Ziviltechnologie. In der Wirkmittelkriegführung ist der Träger also kein Waffensystem mehr, sondern Teil der Logistik. Selbst große Raketen basieren auf militärisch angepassten Schwerlastfahrzeugen, deren Produktion und Instandsetzung auf eine breite industrielle Basis zurückgreifen kann – ein entscheidender Faktor für Skalierung und Verlusttoleranz.................«


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In Zeiten der Rotstift-Politik musste irgendwann der Zeitpunkt kommen, bis auch die Kriege, die man ja weiterhin führen muss, nicht nur erfolgreicher, sondern auch billiger geführt werden können.
Auffallend dabei ist, dass dabei Länder wie der Iran schon viel weiter sind.
Aber ganz so einfach wird es nicht werden.
Immer noch wird jeder Krieg Unsummen verschlingen.
Von Menschenleben wird dabei nie geredet. Die haben nur freudig ihre Pflicht zu tun.

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