»Am ersten Tag nach dem Sieg der Oktoberrevolution, dem 8. November 1917, rief Wladimir I. Lenin im Allrussischen Rätekongress zur Abschaffung der Geheimdiplomatie auf. Das maßgeblich von ihm formulierte »Dekret für den Frieden«, das er in einer langen Rede begründete und verteidigte, wurde einstimmig angenommen.
Heute drängt sich angesichts des obszönen Theaters der Gruppe um Donald Trump der Sinn der Forderung nach Abschaffung der Geheimdiplomatie und der Geheimverhandlungen auf. Die Prognosen und Stimmungen, ob es zu einem »Deal« zwischen Washington und Teheran kommen oder ob der Krieg verstärkt losbrechen werde, wechseln mehrmals am Tag. Börsianer, die »den richtigen Riecher« oder direkte Verbindungen zu den Politikmachern der USA hatten, realisieren Insidergeschäfte in Millionenhöhe. Der Preis für die Orientierungsmarke Brent lag am Montag mittag unserer Zeit bei 97 US-Dollar pro Barrel – so niedrig wie zuletzt am 6. Mai.
Trump nahm sich auch am Montag das Recht, die Welt im Ungewissen zu lassen und die Macht seiner Launen zu genießen. Auf seinem persönlichen Chatspielfeld postete der US-Präsident: »Der Deal mit Iran wird großartig und bedeutend sein oder es wird keinen Deal geben.« Keine Konkretisierung, keine Begründung. Trumps Außenminister Marco Rubio sagte, die USA würden entweder ein »gutes Abkommen« mit Teheran schließen oder müssten sich mit dem Land »auf andere Weise beschäftigen«........«
Die Geheimdiplomatie nutzt vielen zu guten Geschäften. Denn sie schafft nützlichen Wissensvorsprung. Darum ist sie eigentlich gar nicht so geheim.
Trump wird es wohl geheim halten, was bei dem gewünschten Geschäft mit dem Iran für ihn und dann auch für die USA herausspringen muss.
Währenddessen wissen die Iraner sehr gut, was für ein Geschäft für Trump ein gutes Geschäft ist.
Also wird Trump das Land "auf andere Weise beschäftigen".
Auf Deutsch, der Iran soll sich den Frieden bei Trump erkaufen.
Bis dahin wird diese Geheimdiplomatie einige noch reicher machen.
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»Am ersten Tag nach dem Sieg der Oktoberrevolution, dem 8. November 1917, rief Wladimir I. Lenin im Allrussischen Rätekongress zur Abschaffung der Geheimdiplomatie auf. Das maßgeblich von ihm formulierte »Dekret für den Frieden«, das er in einer langen Rede begründete und verteidigte, wurde einstimmig angenommen.
Heute drängt sich angesichts des obszönen Theaters der Gruppe um Donald Trump der Sinn der Forderung nach Abschaffung der Geheimdiplomatie und der Geheimverhandlungen auf. Die Prognosen und Stimmungen, ob es zu einem »Deal« zwischen Washington und Teheran kommen oder ob der Krieg verstärkt losbrechen werde, wechseln mehrmals am Tag. Börsianer, die »den richtigen Riecher« oder direkte Verbindungen zu den Politikmachern der USA hatten, realisieren Insidergeschäfte in Millionenhöhe. Der Preis für die Orientierungsmarke Brent lag am Montag mittag unserer Zeit bei 97 US-Dollar pro Barrel – so niedrig wie zuletzt am 6. Mai.
Trump nahm sich auch am Montag das Recht, die Welt im Ungewissen zu lassen und die Macht seiner Launen zu genießen. Auf seinem persönlichen Chatspielfeld postete der US-Präsident: »Der Deal mit Iran wird großartig und bedeutend sein oder es wird keinen Deal geben.« Keine Konkretisierung, keine Begründung. Trumps Außenminister Marco Rubio sagte, die USA würden entweder ein »gutes Abkommen« mit Teheran schließen oder müssten sich mit dem Land »auf andere Weise beschäftigen«........«
Die Geheimdiplomatie nutzt vielen zu guten Geschäften. Denn sie schafft nützlichen Wissensvorsprung. Darum ist sie eigentlich gar nicht so geheim.
Trump wird es wohl geheim halten, was bei dem gewünschten Geschäft mit dem Iran für ihn und dann auch für die USA herausspringen muss.
Währenddessen wissen die Iraner sehr gut, was für ein Geschäft für Trump ein gutes Geschäft ist.
Also wird Trump das Land "auf andere Weise beschäftigen".
Auf Deutsch, der Iran soll sich den Frieden bei Trump erkaufen.
Bis dahin wird diese Geheimdiplomatie einige noch reicher machen.
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