Von Novelle
Samstag 13.06.2026, 06:30 – geändert Samstag 13.06.2026, 06:41
nach dem Krieg
Sinngemäß hat Friedrich Merz diesen Satz gesagt.
Mich wundert es nicht, dass der Bundeskanzler so unbeliebt ist.
Nun, ich werde das Wochenende nicht auf dem Golfplatz verbringen. Ich werde mich in der noch intakten Natur in unserem Umfeld aufhalten.
Und dann werde ich am Sonntag die deutsche Elf in Aktion ansehen.
Textauszug aus dem "Hamburger Abendblatt" v. 13.6.26 (online) Newsletter:
"Jammert unser Bundeskanzler zu viel? Diese Frage stellten sich jedenfalls etliche der Familienunternehmerinnen und -unternehmer auf ihrer Jahrestagung im Kaisersaal des feinen Berliner Hotels Adlon nach einem Auftritt von Friedrich Merz am Donnerstagnachmittag.
Im Gespräch mit Kuratoriumsmitglied Nicola Leibinger-Kammüller sprach der Kanzler davon, wie schwer er es habe, Reformen durchzusetzen. Merz wörtlich: „Ich sage das ohne jede Larmoyanz: Eine wohlhabende Gesellschaft zu verändern ist viel schwieriger, als ein Land nach Krieg und Zerstörung wieder aufzubauen.“
Bei allem Respekt vor den Nöten der Regierung musste ich bei dieser Aussage an meine verstorbenen Großmütter denken, die beide nach Flucht und Vertreibung ihre Kinder alleine und in bitterster Not großziehen und das zerstörte Deutschland mitaufbauen mussten.
Ich bin mir sicher, sie hätten über die Reformen, über die heute gestritten wird, nur müde gelächelt. Sie hatten nämlich winzige Renten, keine Pflegeversicherung und auch kein Elterngeld. Wahrscheinlich hätten sie diesen Satz des Kanzlers auch respektlos gefunden.
Friedrich Merz wurde 1955 in eine Juristenfamilie hineingeboren und hat in Brilon im östlichen Sauerland den Beginn des Wirtschaftswunders und nicht den harten Wiederaufbau erlebt."
Merz wörtlich: „Ich treffe jedenfalls am Sonntag mehr Leute auf dem Golfplatz als abends in den Talkshows. Deswegen ist mein Appell an Sie. Sie müssen raus. Sie müssen raus mit den Botschaften, die Sie haben. Sie müssen der Bevölkerung zeigen, was Unternehmertum heute ausmacht. Da ist zu viel Rückzug“.
Wie ist der Kanzler privat?
Rote Klinkerfassade, Blumen im Vorgarten, freundliche Nachbarn: Zu Hause in Arnsberg-Niedereimer scheint die Welt des Friedrich Merz noch in Ordnung. Doch was denken die Leute im Sauerland wirklich über den Kanzler? Halten sie ihm die Treue – oder sind sie enttäuscht wie viele andere in Deutschland?"
Während die Regierung um Reformen ringt und bei einem Abendgipfel mit Arbeitgebern und Gewerkschaften die Abstimmung mit den Tarifpartnern suchte, sorgt man sich in der Spitze der Union um die kontinuierlich steigenden Werte der AfD. Dieser Tage hörte ich von einem Unionsgranden einen Satz, der hängen blieb: „Die Wölfe stehen vor der Tür“
Zwar ist man zuversichtlich, dass man sich auf Reformen bei der Rente und bei den Steuern einigen kann, aber den Verantwortlichen ist auch klar, dass selbst bei größtmöglicher Gerechtigkeit des Gesamt-Reformpakets wenig Begeisterung im Wahlvolk erzeugt werden kann.
Das verheißt nichts Gutes für die politische Stimmung im Land und wir können nur hoffen, dass uns wenigstens die Nagelsmann-Truppe bei der WM aus der Tristesse holt."
nach dem Krieg
Sinngemäß hat Friedrich Merz diesen Satz gesagt.
Mich wundert es nicht, dass der Bundeskanzler so unbeliebt ist.
Nun, ich werde das Wochenende nicht auf dem Golfplatz verbringen. Ich werde mich in der noch intakten Natur in unserem Umfeld aufhalten.
Und dann werde ich am Sonntag die deutsche Elf in Aktion ansehen.
Textauszug aus dem "Hamburger Abendblatt" v. 13.6.26 (online) Newsletter:
"Jammert unser Bundeskanzler zu viel? Diese Frage stellten sich jedenfalls etliche der Familienunternehmerinnen und -unternehmer auf ihrer Jahrestagung im Kaisersaal des feinen Berliner Hotels Adlon nach einem Auftritt von Friedrich Merz am Donnerstagnachmittag.
Im Gespräch mit Kuratoriumsmitglied Nicola Leibinger-Kammüller sprach der Kanzler davon, wie schwer er es habe, Reformen durchzusetzen. Merz wörtlich: „Ich sage das ohne jede Larmoyanz: Eine wohlhabende Gesellschaft zu verändern ist viel schwieriger, als ein Land nach Krieg und Zerstörung wieder aufzubauen.“
Bei allem Respekt vor den Nöten der Regierung musste ich bei dieser Aussage an meine verstorbenen Großmütter denken, die beide nach Flucht und Vertreibung ihre Kinder alleine und in bitterster Not großziehen und das zerstörte Deutschland mitaufbauen mussten.
Ich bin mir sicher, sie hätten über die Reformen, über die heute gestritten wird, nur müde gelächelt. Sie hatten nämlich winzige Renten, keine Pflegeversicherung und auch kein Elterngeld. Wahrscheinlich hätten sie diesen Satz des Kanzlers auch respektlos gefunden.
Friedrich Merz wurde 1955 in eine Juristenfamilie hineingeboren und hat in Brilon im östlichen Sauerland den Beginn des Wirtschaftswunders und nicht den harten Wiederaufbau erlebt."
Merz wörtlich: „Ich treffe jedenfalls am Sonntag mehr Leute auf dem Golfplatz als abends in den Talkshows. Deswegen ist mein Appell an Sie. Sie müssen raus. Sie müssen raus mit den Botschaften, die Sie haben. Sie müssen der Bevölkerung zeigen, was Unternehmertum heute ausmacht. Da ist zu viel Rückzug“.
Wie ist der Kanzler privat?
Rote Klinkerfassade, Blumen im Vorgarten, freundliche Nachbarn: Zu Hause in Arnsberg-Niedereimer scheint die Welt des Friedrich Merz noch in Ordnung. Doch was denken die Leute im Sauerland wirklich über den Kanzler? Halten sie ihm die Treue – oder sind sie enttäuscht wie viele andere in Deutschland?"
Während die Regierung um Reformen ringt und bei einem Abendgipfel mit Arbeitgebern und Gewerkschaften die Abstimmung mit den Tarifpartnern suchte, sorgt man sich in der Spitze der Union um die kontinuierlich steigenden Werte der AfD. Dieser Tage hörte ich von einem Unionsgranden einen Satz, der hängen blieb: „Die Wölfe stehen vor der Tür“
Zwar ist man zuversichtlich, dass man sich auf Reformen bei der Rente und bei den Steuern einigen kann, aber den Verantwortlichen ist auch klar, dass selbst bei größtmöglicher Gerechtigkeit des Gesamt-Reformpakets wenig Begeisterung im Wahlvolk erzeugt werden kann.
Das verheißt nichts Gutes für die politische Stimmung im Land und wir können nur hoffen, dass uns wenigstens die Nagelsmann-Truppe bei der WM aus der Tristesse holt."