Aktuell sorgt die Bundeswehr-Werbung unter Kindern wieder für Aufsehen, vor allem in Form von Feriencamps. Wie läuft das beispielsweise im schwäbischen Kellmünz ab?
»In Markt Kellmünz findet seit Jahren ein Feriencamp für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren statt, organisiert von der Kommune mit Unterstützung der Bundeswehr. Der Bürgermeister dort ist ein ranghoher Reservist, außerdem hat die Stadt eine Patenkompanie aus Ulm. Die Kommune organisiert ein zweitägiges Feriencamp mit Übernachtung in der Schule, die Patenkompanie unterstützt die Betreuung der Kinder. Dabei kommen Soldaten, Militärfahrzeuge und militärisches Gerät zum Einsatz. Kinder sitzen auf Panzern, machen mit uniformierten Soldaten Schießübungen, und ein Hubschrauber landet publikumswirksam auf dem Gelände. Militär wird gezielt als etwas Spannendes, Abenteuerliches und Begeisterndes inszeniert.
Aus unserer Sicht widerspricht ein solches Camp klar dem Überwältigungsverbot des Beutelsbacher Konsenses. Wenn Grundschulkinder über Abenteuer, Gruppenerlebnisse und Militärtechnik emotional angesprochen werden und danach die Bundeswehr toll finden, findet dort gefährliche Frühmilitarisierung statt.«
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Wurde nicht auch in der DDR die Jugend an die NVA herangeführt?
Was haben unsere Medien und natürlich auch Gerhard Löwenthal, unser Karl-Eduard von Schnitzler, damals dagegen geätzt. Heute sind sie auffallend ruhig.
Aktuell sorgt die Bundeswehr-Werbung unter Kindern wieder für Aufsehen, vor allem in Form von Feriencamps. Wie läuft das beispielsweise im schwäbischen Kellmünz ab?
»In Markt Kellmünz findet seit Jahren ein Feriencamp für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren statt, organisiert von der Kommune mit Unterstützung der Bundeswehr. Der Bürgermeister dort ist ein ranghoher Reservist, außerdem hat die Stadt eine Patenkompanie aus Ulm. Die Kommune organisiert ein zweitägiges Feriencamp mit Übernachtung in der Schule, die Patenkompanie unterstützt die Betreuung der Kinder. Dabei kommen Soldaten, Militärfahrzeuge und militärisches Gerät zum Einsatz. Kinder sitzen auf Panzern, machen mit uniformierten Soldaten Schießübungen, und ein Hubschrauber landet publikumswirksam auf dem Gelände. Militär wird gezielt als etwas Spannendes, Abenteuerliches und Begeisterndes inszeniert.
Aus unserer Sicht widerspricht ein solches Camp klar dem Überwältigungsverbot des Beutelsbacher Konsenses. Wenn Grundschulkinder über Abenteuer, Gruppenerlebnisse und Militärtechnik emotional angesprochen werden und danach die Bundeswehr toll finden, findet dort gefährliche Frühmilitarisierung statt.«
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