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Sippenhaftung und Sanktionierung

Von Harvey11 Freitag 29.05.2026, 08:59 – geändert Freitag 29.05.2026, 09:00

»Die Daumenschrauben für den deutschen Journalisten Hüseyin Doğru wurden abermals angezogen. Denn in dieser Woche wurde auch das Bankkonto seiner pensionierten Mutter mit der Behauptung eingefroren, Doğru habe ein »Kontrollverhältnis« über ihre Ersparnisse. Vorübergehend war bereits das Konto seiner Ehefrau von einer »Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung« gesperrt worden.

Seit einem Jahr steht der in Berlin lebende frühere Betreiber des Medienprojektes Red unter dem absurden Vorwurf auf der Russland-Sanktionsliste der EU, er habe mit seinen Berichten über palästinasolidarische Proteste »ethnische, politische und religiöse Zwietracht« gesät und damit die »destabilisierenden Aktivitäten Russlands« unterstützt. Beweise blieb die EU schuldig, es gab weder Anklage noch Verurteilung.«

Das ist bereits das System Trump, das langsam übernommen wird.

Dass der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion in der Gewerkschaft Verdi, deren Mitglied Doğru ist, schweigen ist auch beschämend. Zumal bis auf sehr wenige Ausnahmen sich deutsche Zeitungen und Sender weigern, über die Drangsalierung eines Journalistenkollegen zu berichten.

Das hat natürlich nichts mit Zensur zu tun. Und das Verdi und andere Medien nicht darüber berichten, sich also selbst den Maulkorb umlegen, ist natürlich deren freiwillige Entscheidung.
Wo soll das hinführen?


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