Auf die einseitige Verlängerung der Waffenruhe durch US-Präsident Trump gab es aus Teheran zunächst keine Reaktion - dann Häme. Die Strategie des Regimes ist aus Sicht eines Iran-Experten ein klares Spiel auf Zeit.
»Die staatliche Nachrichtenagentur Irna verbreitet in Iran gerade ein Satire-Video: Darin sitzt eine einsame US-Delegation an einem langen Konferenztisch - und wartet. Unterlegt ist das Video mit leichter Musik. Doch die Iraner tauchen nicht auf. "Wenn Iran nicht verhandelt, dann bombardieren wir sie", zetert US-Präsident Donald Trump in dem Clip. Dann - laut Einblendung 2.000 Jahre später - bekommt Trump einen Zettel gereicht. "Trump, shut up" ("Halt den Mund, Trump") ist darauf zu lesen. Danach verkündet der US-Präsident, dass er auf Bitten Pakistans die Waffenruhe verlängere. Es folgt: Schallendes Gelächter aus dem Off.
Dieses Video soll noch einmal zeigen, dass es die Iraner nicht eilig haben mit Gesprächen. "Bisher wurde keine Entscheidung getroffen", sagte Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai der BBC. "Und ich denke, der Grund dafür ist sehr klar - wegen der verwirrenden Nachrichten, die wir von den USA bekommen haben. Es gab viele Verstöße gegen die Waffenruhe."
Ein Streitpunkt zwischen den USA und Iran ist die Straße von Hormus. Diese für den Welthandel wichtige Meerenge wurde von Iran geöffnet, dann wieder geschlossen, weil die USA an der Blockade iranischer Häfen festhalten, was aus iranischer Sicht einen Verstoß gegen Vereinbarungen darstellt - Verhandlungsführer und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nannte die US-Blockade einen "schweren Verstoß gegen die Waffenruhe". Seitdem gibt es gegenseitige Angriffe auf Schiffe, die gegen die Blockade der jeweils anderen Seite verstoßen. Die Ölpreise steigen derweil weiter...............«
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In Teheran spielt man ein gewagtes Spiel. natürlich weiß man dort um die Zwickmühle, in der Trump steckt und man kennt auch die spöttischen Karikaturen über ihn, die inn den Tageszeitungen abgedruckt werden.
Wir kennen nicht die Bedingungen, die Trump stellt und die man in Teheran nie akzeptieren wird. Eine Situation, die es umgekehrt wohl auch gibt.
Aber offensichtlich legen es die Iraner darauf an, Trump zu demütigen.
So, wie der auch andere Staatsmänner demütigt.
Erhofft man in Teheran dafür Zustimmung?
Ich glaube nicht, dass Trump jemals etwas von Friedrich Schiller gehört hat und in Teheran wird er wohl auch nicht oft gelesen.
Der schrieb:
Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn,
jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.
Gerade wir Deutsche sollten das kennen. Zumindest die Folgen, die daraus entstehen.
Auf die einseitige Verlängerung der Waffenruhe durch US-Präsident Trump gab es aus Teheran zunächst keine Reaktion - dann Häme. Die Strategie des Regimes ist aus Sicht eines Iran-Experten ein klares Spiel auf Zeit.
»Die staatliche Nachrichtenagentur Irna verbreitet in Iran gerade ein Satire-Video: Darin sitzt eine einsame US-Delegation an einem langen Konferenztisch - und wartet. Unterlegt ist das Video mit leichter Musik. Doch die Iraner tauchen nicht auf. "Wenn Iran nicht verhandelt, dann bombardieren wir sie", zetert US-Präsident Donald Trump in dem Clip. Dann - laut Einblendung 2.000 Jahre später - bekommt Trump einen Zettel gereicht. "Trump, shut up" ("Halt den Mund, Trump") ist darauf zu lesen. Danach verkündet der US-Präsident, dass er auf Bitten Pakistans die Waffenruhe verlängere. Es folgt: Schallendes Gelächter aus dem Off.
Dieses Video soll noch einmal zeigen, dass es die Iraner nicht eilig haben mit Gesprächen. "Bisher wurde keine Entscheidung getroffen", sagte Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai der BBC. "Und ich denke, der Grund dafür ist sehr klar - wegen der verwirrenden Nachrichten, die wir von den USA bekommen haben. Es gab viele Verstöße gegen die Waffenruhe."
Ein Streitpunkt zwischen den USA und Iran ist die Straße von Hormus. Diese für den Welthandel wichtige Meerenge wurde von Iran geöffnet, dann wieder geschlossen, weil die USA an der Blockade iranischer Häfen festhalten, was aus iranischer Sicht einen Verstoß gegen Vereinbarungen darstellt - Verhandlungsführer und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nannte die US-Blockade einen "schweren Verstoß gegen die Waffenruhe". Seitdem gibt es gegenseitige Angriffe auf Schiffe, die gegen die Blockade der jeweils anderen Seite verstoßen. Die Ölpreise steigen derweil weiter...............«
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In Teheran spielt man ein gewagtes Spiel. natürlich weiß man dort um die Zwickmühle, in der Trump steckt und man kennt auch die spöttischen Karikaturen über ihn, die inn den Tageszeitungen abgedruckt werden.
Wir kennen nicht die Bedingungen, die Trump stellt und die man in Teheran nie akzeptieren wird. Eine Situation, die es umgekehrt wohl auch gibt.
Aber offensichtlich legen es die Iraner darauf an, Trump zu demütigen.
So, wie der auch andere Staatsmänner demütigt.
Erhofft man in Teheran dafür Zustimmung?
Ich glaube nicht, dass Trump jemals etwas von Friedrich Schiller gehört hat und in Teheran wird er wohl auch nicht oft gelesen.
Der schrieb:
Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn,
jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.
Gerade wir Deutsche sollten das kennen. Zumindest die Folgen, die daraus entstehen.