Ein Interview mit dem dem Politologen Stephan Bierling zum Thema Trump.
Ja, schon wieder Trump. Denn es zeigt sich doch immer deutlicher, wer den Weltfrieden bedroht, es sind die USA. Die treuen Freunde der Transatantiker und der AfD.
»Abschätzige Sprache, derbe Wortwahl: Der US-Präsident droht Iran immer schärfer. Aus Sicht des Politologen Bierling zeigt sich darin zunehmende Nervosität. Irans Regime hingegen habe nichts zu verlieren und tue alles für den Machterhalt.
tagesschau24: Trump hat damit gedroht, jedes Kraftwerk und jede Brücke im Iran zerstören zu lassen, wenn der Iran nicht einlenkt. Abgesehen davon, dass Angriffe auf die zivile Infrastruktur eigentlich verboten sind - klingt dieser Plan realistisch?
Stephan Bierling: Prinzipiell haben die Amerikaner als eine der großen Militärmächte des Planeten die Möglichkeit, die Feuerkraft, das auch umzusetzen. Insofern ist die Drohung durchaus real. Wir sind mittlerweile in einer sehr politischen Phase des Krieges, und Trump wird zunehmend verzweifelt.
Er wird immer nervöser. Er setzt Ultimaten, die er dann wieder verschiebt. Und das zeigt, dass die Amerikaner im Moment händeringend nach irgendwelchen Möglichkeiten suchen, den Iran zum Einlenken zu zwingen.
tagesschau24: Heißt das auf der anderen Seite, der Iran sitzt am längeren Hebel und kontrolliert die Straße von Hormus - und die USA können nichts dagegen machen?
Bierling: In der Tat. Die Amerikaner, Trump und die Seinen, sind relativ blind in diesen Konflikt geschlittert. Sie dachten wohl, der sei innerhalb von wenigen Tagen oder sogar Stunden beizulegen, mit einem großen, triumphalen Sieg des Präsidenten. Und jetzt sehen wir, dass, sobald der erste Schuss gefallen ist, alles politisch nicht mehr wirklich berechenbar ist.
Niemand hat damit gerechnet, dass Iran es schafft, sich wirklich so lange zu verteidigen. Das Regime hat alles zu verlieren. Es wird nicht aufgeben. Die Straße von Hormus wurde seit Jahrzehnten diskutiert als neuralgischer Punkt. Aber das war offenbar Trump und seinen Beratern nicht wirklich klar. Auch die Attacken auf die arabischen Staaten waren nicht wirklich klar.
Und jetzt droht die ganze Geschichte zu eskalieren. Sie ist schon weit eskaliert, und den Amerikanern gehen eigentlich die guten Optionen aus. Vor allem die Straße von Hormus als Nadelöhr für die Versorgung der Welt mit Erdöl ist im Grunde militärisch ohne Bodentruppen nicht wirklich dauerhaft zu sichern...............«
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Das größenwahnsinnige Großmaul, das ideale Vorbild aller Rechten, ist verzweifelt, weiß nicht mehr weiter. Die gehorchen seinen Befehlen nicht.
»Die Revolutionsgarden sind bis auf die Zähne bewaffnet, haben mehrere 100.000 Leute unter Waffen, mit den Milizen zusammen sind es vielleicht sogar Millionen Leute.«
Da muss er viele Truppen hinschicken. Oder zu Letzten greifen?
Damals war es ja noch ein Test unter realen Bedingungen. Überall Messgeräte und Kameras. Jetzt wäre es der letzte Ausweg - und der Ruf wäre endgültig ruiniert.
Seine vulgären Ausfälle auf Truth Social und in Interviews zeigen ja, wie er immer brutaler und immer nervöser versucht, aus diesem Konflikt rauszukommen, und deshalb mit allem droht, was ihm nur zur Verfügung steht, obwohl er die Iraner damit nicht wirklich beeindrucken kann.
Ein Interview mit dem dem Politologen Stephan Bierling zum Thema Trump.
Ja, schon wieder Trump. Denn es zeigt sich doch immer deutlicher, wer den Weltfrieden bedroht, es sind die USA. Die treuen Freunde der Transatantiker und der AfD.
»Abschätzige Sprache, derbe Wortwahl: Der US-Präsident droht Iran immer schärfer. Aus Sicht des Politologen Bierling zeigt sich darin zunehmende Nervosität. Irans Regime hingegen habe nichts zu verlieren und tue alles für den Machterhalt.
tagesschau24: Trump hat damit gedroht, jedes Kraftwerk und jede Brücke im Iran zerstören zu lassen, wenn der Iran nicht einlenkt. Abgesehen davon, dass Angriffe auf die zivile Infrastruktur eigentlich verboten sind - klingt dieser Plan realistisch?
Stephan Bierling: Prinzipiell haben die Amerikaner als eine der großen Militärmächte des Planeten die Möglichkeit, die Feuerkraft, das auch umzusetzen. Insofern ist die Drohung durchaus real. Wir sind mittlerweile in einer sehr politischen Phase des Krieges, und Trump wird zunehmend verzweifelt.
Er wird immer nervöser. Er setzt Ultimaten, die er dann wieder verschiebt. Und das zeigt, dass die Amerikaner im Moment händeringend nach irgendwelchen Möglichkeiten suchen, den Iran zum Einlenken zu zwingen.
tagesschau24: Heißt das auf der anderen Seite, der Iran sitzt am längeren Hebel und kontrolliert die Straße von Hormus - und die USA können nichts dagegen machen?
Bierling: In der Tat. Die Amerikaner, Trump und die Seinen, sind relativ blind in diesen Konflikt geschlittert. Sie dachten wohl, der sei innerhalb von wenigen Tagen oder sogar Stunden beizulegen, mit einem großen, triumphalen Sieg des Präsidenten. Und jetzt sehen wir, dass, sobald der erste Schuss gefallen ist, alles politisch nicht mehr wirklich berechenbar ist.
Niemand hat damit gerechnet, dass Iran es schafft, sich wirklich so lange zu verteidigen. Das Regime hat alles zu verlieren. Es wird nicht aufgeben. Die Straße von Hormus wurde seit Jahrzehnten diskutiert als neuralgischer Punkt. Aber das war offenbar Trump und seinen Beratern nicht wirklich klar. Auch die Attacken auf die arabischen Staaten waren nicht wirklich klar.
Und jetzt droht die ganze Geschichte zu eskalieren. Sie ist schon weit eskaliert, und den Amerikanern gehen eigentlich die guten Optionen aus. Vor allem die Straße von Hormus als Nadelöhr für die Versorgung der Welt mit Erdöl ist im Grunde militärisch ohne Bodentruppen nicht wirklich dauerhaft zu sichern...............«
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»Die Revolutionsgarden sind bis auf die Zähne bewaffnet, haben mehrere 100.000 Leute unter Waffen, mit den Milizen zusammen sind es vielleicht sogar Millionen Leute.«
Da muss er viele Truppen hinschicken. Oder zu Letzten greifen?
Damals war es ja noch ein Test unter realen Bedingungen. Überall Messgeräte und Kameras. Jetzt wäre es der letzte Ausweg - und der Ruf wäre endgültig ruiniert.
Seine vulgären Ausfälle auf Truth Social und in Interviews zeigen ja, wie er immer brutaler und immer nervöser versucht, aus diesem Konflikt rauszukommen, und deshalb mit allem droht, was ihm nur zur Verfügung steht, obwohl er die Iraner damit nicht wirklich beeindrucken kann.