Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

3 4

Unruhe im Reich von Selenskjy

Von Harvey11 Freitag 17.07.2026, 09:11 – geändert Samstag 18.07.2026, 10:17

Die Gießener Allgemeine, eine Zeitung, die treu hinter der CDU steht, bringt die dicke Überschrift: „Proteste gegen Regierungsumbau.“
In dem Artikel lässt sie Ukrainer dagegen wettern. Besonders dass Verteidigungsministers Fedorow gehen muss, löst Wut aus. Margarita Gretschkowar schon vor einem Jahr bei Demonstrationen nach der Aufdeckung eines großangelegten Korruptionsskandals dabei, in den auch Selenskyjs Umfeld verwickelt war, sagte: „Fedorow hat Korruption und Veruntreuungen aufgedeckt und begonnen, dagegen vorzugehen“, sagte die 27-Jährige nun. Das scheint Selenskyj nicht zu gefallen.

Die Wut der Demonstranten richtet sich auch gegen Armeechef Syrsky – dessen Konflikt mit Fedorow Medien zufolge Auslöser für dessen Entlassung war. „Er ist ein Schlächter“, sagte Margarita Gretschkoüber Syrsky. Er führe „Kanonenfutter-Angriffe“ aus, „bei denen unsere Leute einfach so sterben“.

Roman Wlada hofft, dass es den Demonstrierenden gelingen möge, Fedorow im Amt des Verteidigungsministers zu halten. „Selenskyj hat Angst vor tüchtigen Leuten“, sagte der 30- jährige Unternehmer.
Das sind alles Meinungen, welche die Zeitung sagen lässt. Direkt unter dem großen Artikel hat die Allgemeine einen kleineren gesetzt. Dessen Überschrift lautet: „Monaco: Opfer bezichtigt Kiews Geheimdienst“.

Der Geschäftsmann, der bei der Explosion in Monaco vor zwei Wochen schwer verletzt worden ist, bezichtigt den ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR der Tat. „Aufgrund der uns vorliegenden Ermittlungen haben wir keinen Zweifel daran, dass aktive Offiziere des Geheimdienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums direkt an dem Attentatsversuch beteiligt waren“, heißt es in dem von Wadym Jermolajew verbreiteten Schreiben. Nach der Explosion war nach einer tatverdächtigen Ukrainerin mit Wohnsitz in Hessen gefahndet worden. Wenige Tage später wurde sie erschossen in der Ukraine aufgefunden. dpa

So sind die Geheimdienste, alle auf der Welt. Sie erledigen Aufgaben, von der die Politik nichts wissen will. Zeugen braucht man dafür auch kleine.
Ungeklärte Autounfälle, Selbstmorde usw. Ungeklärte, aber passende Anschläge und Todesfälle gibt es auch hier bei den Guten.

Man soll ja nicht vorschnell von einer neuen Regierungsmannschaft als »letztem Aufgebot« sprechen, aber im Fall der ukrainischen Kabinettsumbildung drängt sich die Wendung auf. Der mit einer beinahe Zweidrittelmehrheit bestätigte neue Ministerpräsident Sergij Korezkij stellte sich auf die Tribüne und sagte, wie das Land den kommenden Winter überstehen werde, wisse er noch nicht, er werde aber nach seiner Wahl darüber nachdenken. Bravo. Nur muss er sich mit dem Nachdenken beeilen; zu Friedenszeiten begann in der Ukraine die Heizsaison Mitte Oktober. (jw)

Kommentieren
Mitglieder > Veranstaltungen > Unruhe im Reich von Selenskjy