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Warum die Drohnenabwehr bislang kaum Erfolge zeigt

Von Harvey11 Donnerstag 26.03.2026, 12:45

Ein neues Abwehrzentrum soll verdächtige Drohnen aufspüren und Gegenmaßnahmen koordinieren. Bislang aber hält sich der Erfolg in Grenzen, wie interne Lagebilder zeigen, die WDR und NDR vorliegen.

»Ein Schild, ein Schwert und eine Drohne im Fadenkreuz - das Wappen des Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums (GDAZ) zeigt, worum es geht: unbemannte Flugobjekte zu bekämpfen. Im Dezember weihte Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) die neue Einrichtung bei der Bundespolizeidirektion 11 in Berlin-Schöneberg ein.

Bund und Länder schafften "einen starken Pfeiler unserer Sicherheitsarchitektur", sagte Dobrindt. "Behörden arbeiten hier Hand in Hand, Kompetenzen werden gebündelt, Lagebilder verzahnt. So erhöhen wir Tempo und Treffsicherheit im Kampf gegen hybride Bedrohungen, Sabotage und gezielte Provokationen."

Seit etwa 100 Tagen gibt es die neue Einheit. Von Dobrindts "Tempo" und "Treffsicherheit" ist bislang allerdings wenig zu spüren: Noch immer werden nahezu täglich verdächtige Drohnen gesichtet. Zugleich gelingt die Abwehr fast nie. Wenn dann tatsächlich einmal Verdächtige ermittelt wurden, erhärtete sich der Spionageverdacht nicht. Belege für Ausspähaktionen ausländischer Geheimdienste fehlen weiter.

Diese ernüchternde Realität geht aus internen Lageberichten des neuen Zentrums vor, die WDR und NDR vorliegen. Nach mehr als 1.200 verdächtigen Sichtungen bundesweit im Vorjahr ist das Niveau auch in den ersten Monaten 2026 hoch.

Ein Bundesland, in dem es weiterhin viele Sichtungen gibt, ist Niedersachsen. Doch auch dort gibt es "Fehlalarme", also Drohneneinsätze ohne politischen Hintergrund, selbst wenn ein Überflug auf den ersten Blick verdächtig erscheint: So fiel auf dem "Radar des Marinefliegergeschwaders im östl. Bereich Militärflughafen Nordholz" an der niedersächsischen Nordseeküste am 26. Januar eine Drohne in zehn bis 15 Metern Höhe auf. Ein Drohnenpilot konnte zwar festgestellt werden. Allerdings handelte es sich um den Mitarbeiter einer Firma für Baumpflegearbeiten, der keine Fluggenehmigung hatte. Die Drohne wurde sichergestellt.


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Ach, ich fühle mich gleich viel sicher, seit ich von Schild und Schwert der Nation und natürlich von Dobrindt beschützt werde.
Trotzdem muss ich dabei immer an einen kleinen Jungen denken, der sein Spielzeugauto über den Teppich schiebt und mit dem Mund laute Brummgeräusche macht.
Ansonsten, viel show für die Menschen draußen im Lande. Deren Geld gibt er ja für sein Spielzeug aus.

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