Von Harvey11
Samstag 27.06.2026, 18:08 – geändert Samstag 27.06.2026, 18:13
Was doch so einige Jahre Krieg mit Menschen macht. Nicht nur mit denen, die ihn führen müssen. 1879 prägte der Wittener Abgeordnete Otto von Bismarck den Spruch: „Es wird niemals so viel gelogen ,wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd“. Also ist der Krieg ist die Mutter aller Lügen.
Noch im September 1918 verbreitete die Oberste Heeresleitung unter Erich Ludendorff und Paul von Hindenburg das Märchen, der deutsche Endsieg sei zum Greifen nahe. Der „Größte Feldherr aller Zeiten“ verkündete ähnlichen Propaganda-Irrwitz am Ende des Zweiten Weltkrieges. Durchhalteparolen für die Front, auch für die Heimatfront. Die waren aber die Ersten, die türmten.
Heute macht auch wieder einer den dicken Max. Nur weil seine Armee im fünften Kriegsjahr Drohnen bis nach Moskau fliegen lassen kann. Sofort bezeichnete Selenskyj seine Armee „faktisch als die zweitstärkste der NATO…Wenn die Ukraine brennt, dann wird auch Moskau brennen.“
Die ahnungs- und geschichtslosen Außenpolitiker der EU schwärmen von der „neuen Stärke der Ukraine“. Bombst du mich, dann bombe ich dich Egal was ich auch treffe.
Damit scheint man tatsächlich in Teilen Europas zu glauben, Russland an den Verhandlungstisch zwingen zu können. Denn irgendwann würden die Kosten den Nutzen übersteigen. Irgendwann. Aber so rechnen Generäle in Moskau und Kiew nicht.
Den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa scheint die Ausweglosigkeit der Eskalationsdynamik bewogen zu haben, einen inoffiziellen Back Channel“ nach Moskau zu suchen, um die Gesprächsblockade zu durchbrechen. Was aber Merz und Macron, die beiden selbst ernannten Führer der EU nicht gefiel. Costa hatte sie darüber nicht informiert.
Aber so eine Suche ist für die EU nicht einfach. Anders als die beiden großen Führer verfügen Costa und sein Büroleiter Pedro Lourtie über diplomatische Erfahrung und gelten nicht als Kriegspartei wie die beiden wichtigtuerischen Hauptunterstützer der Ukraine.
Politprofi Costa will verhindern, dass die EU unter die Räder kommt, wenn sie ihre Außen- und Sicherheitspolitik einer Dreier-Koalition besonders Williger ausliefert.
Laut Artikel 15, Absatz 6 des 2009 in Lissabon beschlossenen Vertrags hat der Präsident des Rates die Aufgabe, die EU zusammenzuhalten, ihrer Politik „Impulse“ geben und die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik nach außen zu vertreten. Es ist also sein Job, Alleingänge zu unterbinden.
Wenn also der Kanzler Costas Verhalten als „unprofessionell“ kritisiert und einen „Affront“ gegenüber Deutschland beklagt, beweist er nur sein eigenes amateurhaftes Politikverständnis. Merz, der wie sein Vorbild Trump vor seiner Kanzlerschaft nie ein politisches Amt hat, meint, er müsse Costa zeigen wie Politik funktioniert, der zuvor Bürgermeister von Lissabon, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Staatssekretär, Justiz- und Innenminister sowie fast zehn Jahre lang Portugals Premierminister war.
Costas Initiative wird übrigens von einer Mehrheit der EU-Länder unterstützt, nicht nur von Irland, Österreich, Belgien, Lettland oder Spanien.
Die amateurhafte Reaktion könnte daran liegen, dass Costa ihm zutiefst zuwider ist. Denn der steht für all das, das für Merz unannehmbar ist. Costa war Generalsekretär der Sozialistischen Partei Portugals, koalierte als Regierungschef mit Linken, Grünen und Kommunisten, erhöhte die Renten, nahm Steuererhöhungen für Arbeitnehmer zurück, führte vier gestrichene Feiertage wieder ein, sorgte für kostenlose Schulbücher, ermöglichte die 35-Stunden-Woche im öffentlichen Dienst und erhöhte sowohl die Erbschafts- als auch die Vermögenssteuer.
Und so jemand will im Namen der 27 EU-Länder mit Moskau reden. Vorschnell. Ohne ausdrückliche Genehmigung durch den deutschen Kanzler. Also widersetzt er sich der deutschen Führungsrolle. Da wird er sich aber sehr unbeliebt machen. Glaubt unser Außenkanzkler.
Was doch so einige Jahre Krieg mit Menschen macht. Nicht nur mit denen, die ihn führen müssen. 1879 prägte der Wittener Abgeordnete Otto von Bismarck den Spruch: „Es wird niemals so viel gelogen ,wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd“. Also ist der Krieg ist die Mutter aller Lügen.
Noch im September 1918 verbreitete die Oberste Heeresleitung unter Erich Ludendorff und Paul von Hindenburg das Märchen, der deutsche Endsieg sei zum Greifen nahe. Der „Größte Feldherr aller Zeiten“ verkündete ähnlichen Propaganda-Irrwitz am Ende des Zweiten Weltkrieges. Durchhalteparolen für die Front, auch für die Heimatfront. Die waren aber die Ersten, die türmten.
Heute macht auch wieder einer den dicken Max. Nur weil seine Armee im fünften Kriegsjahr Drohnen bis nach Moskau fliegen lassen kann. Sofort bezeichnete Selenskyj seine Armee „faktisch als die zweitstärkste der NATO…Wenn die Ukraine brennt, dann wird auch Moskau brennen.“
Die ahnungs- und geschichtslosen Außenpolitiker der EU schwärmen von der „neuen Stärke der Ukraine“. Bombst du mich, dann bombe ich dich Egal was ich auch treffe.
Damit scheint man tatsächlich in Teilen Europas zu glauben, Russland an den Verhandlungstisch zwingen zu können. Denn irgendwann würden die Kosten den Nutzen übersteigen. Irgendwann. Aber so rechnen Generäle in Moskau und Kiew nicht.
Den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa scheint die Ausweglosigkeit der Eskalationsdynamik bewogen zu haben, einen inoffiziellen Back Channel“ nach Moskau zu suchen, um die Gesprächsblockade zu durchbrechen. Was aber Merz und Macron, die beiden selbst ernannten Führer der EU nicht gefiel. Costa hatte sie darüber nicht informiert.
Aber so eine Suche ist für die EU nicht einfach. Anders als die beiden großen Führer verfügen Costa und sein Büroleiter Pedro Lourtie über diplomatische Erfahrung und gelten nicht als Kriegspartei wie die beiden wichtigtuerischen Hauptunterstützer der Ukraine.
Politprofi Costa will verhindern, dass die EU unter die Räder kommt, wenn sie ihre Außen- und Sicherheitspolitik einer Dreier-Koalition besonders Williger ausliefert.
Laut Artikel 15, Absatz 6 des 2009 in Lissabon beschlossenen Vertrags hat der Präsident des Rates die Aufgabe, die EU zusammenzuhalten, ihrer Politik „Impulse“ geben und die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik nach außen zu vertreten. Es ist also sein Job, Alleingänge zu unterbinden.
Wenn also der Kanzler Costas Verhalten als „unprofessionell“ kritisiert und einen „Affront“ gegenüber Deutschland beklagt, beweist er nur sein eigenes amateurhaftes Politikverständnis. Merz, der wie sein Vorbild Trump vor seiner Kanzlerschaft nie ein politisches Amt hat, meint, er müsse Costa zeigen wie Politik funktioniert, der zuvor Bürgermeister von Lissabon, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Staatssekretär, Justiz- und Innenminister sowie fast zehn Jahre lang Portugals Premierminister war.
Costas Initiative wird übrigens von einer Mehrheit der EU-Länder unterstützt, nicht nur von Irland, Österreich, Belgien, Lettland oder Spanien.
Die amateurhafte Reaktion könnte daran liegen, dass Costa ihm zutiefst zuwider ist. Denn der steht für all das, das für Merz unannehmbar ist. Costa war Generalsekretär der Sozialistischen Partei Portugals, koalierte als Regierungschef mit Linken, Grünen und Kommunisten, erhöhte die Renten, nahm Steuererhöhungen für Arbeitnehmer zurück, führte vier gestrichene Feiertage wieder ein, sorgte für kostenlose Schulbücher, ermöglichte die 35-Stunden-Woche im öffentlichen Dienst und erhöhte sowohl die Erbschafts- als auch die Vermögenssteuer.
Und so jemand will im Namen der 27 EU-Länder mit Moskau reden. Vorschnell. Ohne ausdrückliche Genehmigung durch den deutschen Kanzler. Also widersetzt er sich der deutschen Führungsrolle. Da wird er sich aber sehr unbeliebt machen. Glaubt unser Außenkanzkler.
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