Von Novelle
vorgestern, 06:09 – geändert vorgestern, 06:13
Aus der "Hamburger Morgenpost" am 5.11.26:
"Guten Morgen,
haben Sie es auch gehört? Das kollektive Aufatmen, das gestern Morgen um die Welt ging. Donald Trump, der Lügenbaron, der die Welt ins Chaos stürzt, hat eine Backpfeife epochalen Ausmaßes kassiert.
Die Wahlniederlage ist der Anfang von seinem Ende. Damit reiht sich Trump ein in die Galerie der zuletzt gescheiterten Rechtspopulisten. Und das ist wirklich mal eine schöne Nachricht in ansonsten trüben Zeiten: Die korrupten Spalter, die angeblich starken Männer, sie sind auf dem Rückzug.
Trump ist zwar noch nicht weg. Aber er steht schon mit einem Bein im Gefängnis. In Washington beginnt jetzt das Kapitel der Angst: Jeder weiß, dass der Trump-Clan und seine Helfer die Präsidentschaft genutzt haben, um sich schamlos zu bereichern. Insiderhandel, dubiose Deals mit Potentaten, zweifelhafte Beteiligungen – die Demokraten werden alles unternehmen, um diese Machenschaften jetzt aufzuklären.
Und auch der Trumpismus, diese Mischung aus schamlosen Lügen, Hetze, Nationalismus und Chauvinismus hat eine schwere Schlappe erlitten. Bei den Republikanern haben die Trump-nahen Kandidaten besonders stark verloren. Und, genauso interessant: Bei den Demokraten haben sich zwar auch ein paar zweifelhafte Leute durchsetzen können, doch moderate Kandidaten waren deutlich erfolgreicher.
Anders gesagt: Die normale Mitte hat gewonnen, die Ränder haben verloren.
Wenn das keine Hoffnung gibt, auch für Europa. Die Menschen haben mehrheitlich offensichtlich keine Lust mehr auf Kulturkampf und Schmutzkampagnen, auf identitären Irrsinn und Spalterei. Wer Wahlen gewinnen will, muss glaubhaft Probleme lösen können.
Ein Problem aber bleibt: Trump hat nichts mehr zu verlieren. Gut möglich, dass er die Welt noch einmal in einem großen Fanal anzündet. "
Aus der "Hamburger Morgenpost" am 5.11.26:
"Guten Morgen,
haben Sie es auch gehört? Das kollektive Aufatmen, das gestern Morgen um die Welt ging. Donald Trump, der Lügenbaron, der die Welt ins Chaos stürzt, hat eine Backpfeife epochalen Ausmaßes kassiert.
Die Wahlniederlage ist der Anfang von seinem Ende. Damit reiht sich Trump ein in die Galerie der zuletzt gescheiterten Rechtspopulisten. Und das ist wirklich mal eine schöne Nachricht in ansonsten trüben Zeiten: Die korrupten Spalter, die angeblich starken Männer, sie sind auf dem Rückzug.
Trump ist zwar noch nicht weg. Aber er steht schon mit einem Bein im Gefängnis. In Washington beginnt jetzt das Kapitel der Angst: Jeder weiß, dass der Trump-Clan und seine Helfer die Präsidentschaft genutzt haben, um sich schamlos zu bereichern. Insiderhandel, dubiose Deals mit Potentaten, zweifelhafte Beteiligungen – die Demokraten werden alles unternehmen, um diese Machenschaften jetzt aufzuklären.
Und auch der Trumpismus, diese Mischung aus schamlosen Lügen, Hetze, Nationalismus und Chauvinismus hat eine schwere Schlappe erlitten. Bei den Republikanern haben die Trump-nahen Kandidaten besonders stark verloren. Und, genauso interessant: Bei den Demokraten haben sich zwar auch ein paar zweifelhafte Leute durchsetzen können, doch moderate Kandidaten waren deutlich erfolgreicher.
Anders gesagt: Die normale Mitte hat gewonnen, die Ränder haben verloren.
Wenn das keine Hoffnung gibt, auch für Europa. Die Menschen haben mehrheitlich offensichtlich keine Lust mehr auf Kulturkampf und Schmutzkampagnen, auf identitären Irrsinn und Spalterei. Wer Wahlen gewinnen will, muss glaubhaft Probleme lösen können.
Ein Problem aber bleibt: Trump hat nichts mehr zu verlieren. Gut möglich, dass er die Welt noch einmal in einem großen Fanal anzündet. "
Mathis Neuburger
chefredaktion@mopo.de