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Wo liegt eigentlich das Problem?

Von Feierabend-Mitglied vorgestern, 17:57

Alle sagen, es muss sich etwas ändern.
Die Verschuldung erreicht Rekordwerte und
die Behebung der Misere scheint unbezahlbar.
Um so zu tun, es könnten durch Verschlechterung der Lebensbedingungen die Haushalte saniert werden ist bloße Kosmetik.
Wie konnte es geschehen, dass bereits ein fleißiger Handwerker mit dem Spitzensteuersatz belastet wird?
Ein Single, der heute 2500 € netto verdient
muss mehrere Hundert Euro monatlich,
noch neben der Rentenversicherung für den Lebensabend aufbringen.
Die Kaufkraft der Einkommen sinkt von Jahr zu Jahr.
!980 mussten für einen Polo ca. 5 Monatsgehälter aufgebracht werden.
Heute 11.
Sie erhoffen sich Rettung durch Radikale.
Diese Idee ist schon einmal nach hinten losgegangen.

Der „Millionärs-Trick“: Wie eine radikale Steuerreform das Handwerk rettet
Jeder Handwerker spürt es im Alltag: Die extreme Lebensmittel-Teuerung frisst den Lohn auf. Um die Kaufkraft der arbeitenden Mitte zu retten, müssen wir das Steuersystem vom Kopf auf die Füße stellen.

Die Lösung?
Ein Vorschlag:

Ein progressiver Stufen-Tarif, der erst beim Existenzminimum überhaupt anfängt und exakt bei 1 Million Euro mit einem Höchstsatz von 80 % gedeckelt wird.

Der Trick: Die Stufen gelten für JEDEN

Das Fundament ist absolute Fairness. Die Steuer steigt alle 15.000 Euro um 1,2 % an. Der Clou: Jeder Mensch in Deutschland durchläuft exakt dieselben Stufen. Auch der Millionär zahlt für seine ersten Euro nach dem Existenzminimum nur den Mindestsatz.

Die Staffelung des Modells:

Die ersten ca. 12.000 € (Existenzminimum): 0 % (Komplett steuerfrei für alle)
Die nächsten 15.000 €: 5 %
Die nächsten 15.000 €: 6,2 %
... kontinuierlicher Anstieg um 1,2 % pro Stufe...
Ab 1.000.000 €: 80 % (Gedeckelt für jeden weiteren Euro darüber)

Die Auswirkung: Die Entlastungs-Explosion

Weil die unteren Stufen so extrem flach ansteigen, profitiert die arbeitende Mitte massiv. Ein Handwerkergeselle oder ein Meister zahlt im Schnitt weit unter 15 % Einkommensteuer. Am Monatsende bedeutet das hunderte Euro mehr echtes Netto auf dem Konto – die Kaufkraft an der Supermarktkasse kehrt zurück.
Die Bedingung: Schutz für den Meisterbetrieb.

Damit dieses Modell den Mittelstand nicht abwürgt, müssen wir eine historische Ungerechtigkeit abschaffen. Über 80 % der Handwerksbetriebe sind Einzelunternehmer oder GbRs. Firma und Mensch sind eins. Gewinne werden über die persönliche Einkommensteuer abgerechnet.

Würde ein erfolgreicher Baubetrieb expandieren, eine neue Halle bauen und die Millionengrenze knacken, würde der Staat 80 % der Investitionen wegbesteuern. Das wäre der sofortige Kollaps.

Deshalb funktioniert das Modell nur mit einer glasklaren Trennung:

1. Reinvestiertes Geld: Gewinne, die im Handwerksbetrieb bleiben, um Maschinen zu kaufen oder Löhne vorzufinanzieren, werden komplett von dieser Einkommensteuer ausgenommen und pauschal minimal besteuert.

2. Privater Konsum: Nur das Geld, das sich der Chef privat für den persönlichen Luxus auszahlt, wandert in den Stufen-Tarif
bis hoch zu den 80 %.

Fazit
Das Modell regt an: Wir können die Kaufkraft der Arbeiter verdoppeln und Spitzenverdiener fair in die Pflicht nehmen, ohne die Wirtschaft zu zerstören. Wir müssen nur aufhören, reinvestiertes Firmenkapital mit privatem Luxus gleichzusetzen. Erst dann lohnt sich harte Arbeit wieder – für den Angestellten genauso wie für den Chef.



Natürlich sollte es näher abgestimmt werden um Kinder z.B. zu berücksichtigen. Usw.
Aber es soll eine erste Idee anstoßen, die durchaus ausbaufähig sein könnte.
Arbeit lohnt immer weniger
und dass muss sich ändern.

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