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Zieht am 06. Sept. 2026 eine neue Bildungspolitik

Von alleszumeinerzeit 12.04.2026, 19:45

in Sachsen-Anhalt ein? Wenn es nach den Visionen der AfD geht, wird das Land radikal umgekrempelt.

Gerade die Bildungspolitik ist einer der Bereiche, in der eine Landesregierung besonders große Gestaltungsspielräume hat. Auch hier will die AfD offenbar Freiheiten einschränken. So sollen nur noch 25 Prozent der Schüler eines Jahrgangs in Sachsen-Anhalt Gymnasien besuchen dürfen.
Die AfD will dabei zentral in der Landesregierung darüber entscheiden, welche Schulbücher in welchen Jahrgängen als Lehrwerk eingesetzt werden sollen. Welche Verlage (vielleicht der Kopp Verlag?) dafür dann in Frage kämen, müsse man "dann sehen, wenn es soweit ist", so der Spitzenkandidat Ulrich Siegmund.

Die Landesförderung für die Initiative "Schule gegen Rassismus" will die AfD einstellen. Es brauche keine "Antirassismus-Programme" an Schulen, sondern Selbstverteidigungskurse, erklärt der kulturpolitische Sprecher Tillschneider auf dem Magdeburger Parteitag.

Gegen "Regenbogenideologie" sieht die AfD sich als Kämpferin. Durch die "Regenbogenideologie" sei Deutschland "seiner Selbstbehauptungskräfte beraubt, hilflos ausgeliefert". Die AfD bezeichnet diese "Ideologie" als "Identitätsstörung" und "pervers".

Hormontherapien, die trans- und nonbinäre Personen nutzen, um ihre Körpermerkmale an ihr empfundenes Geschlecht anzupassen, bezeichnet die AfD als Ausdruck einer "seelischen Störung". Den dt. Ärztetag fordert die AfD in ihrem Programm auf, den Einsatz von Hormontherapien bei Kindern und Jugendlichen zu unterbinden.

Die Politik anderer Parteien beschreibt die AfD so: Die sinkende Bevölkerungsdichte in Sachsen-Anhalt erklärt sich die Partei damit, dass "nicht-reproduktive Lebensweisen" mehr beworben würden als "normale Familien bestehend aus Vater, Mutter und Kind".

Kulturkampf von rechts

Vereine will die AfD Sachsen-Anhalt nur dann mit staatlichen Geldern fördern, wenn sie "ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung ablegen. Was die AfD darunter versteht, läßt sie offen. Sprecher der Landtagsfraktion, Hans-Thomas-Tillschneider, sagt dazu nur so viel: "Ein alleiniges Bekenntnis zum Grundgesetz reicht da nicht aus".

Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass von den 56 Forderungen des sogen. Regierungsprogramms, 21 ausschließlich auf Bundes- oder Europaebene umsetzbar wäre. Also verspricht die AfD hier in ihrem Programm mehr, als sie tatsächlich umsetzen könnte.

Tagesschau 11.04.2026

Allein die Überschrift zeigt, wohin die Reise gehen soll.

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