NOVEMBER TREFFEN unserer FEIERABENDGRUPPE
Von
Vamp
Samstag 10.11.2018, 17:06
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
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Vamp
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Dieses Jahr hat uns der November wettermäßig ganz schön überrascht.
Das Einzige was er beibehalten hat, waren die Feiertage, Allerseelen und Allerheiligen, der Brauch die Gräber zu schmücken, und an die Verstorbenen zu denken. Das haben wir heute bei unserem Treffen auch getan. Dank unseres Mitglieds bei der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs in Freiburg, Dr. Gisela Just, unsere MUSY. Durch sie bekamen wir Einblick zu den Gräbern berühmter Freiburger der vergangenen Jahrhunderte.
Lobend hob Ingeborg (Ibobibo) die besondere Gabe von Musy hervor, ihren reichhaltigen Fundus an Wissen und ihr Erzähltalent. Im letzten Jahr hatte sie sogar eine Führung unternommen und trotz des Regens nicht abgesagt.
Beachtung fand unser Gast "Hilke", die über eine Freundin von unserer Veranstaltung erfuhr und wie sie mir sagte, auch einen Vortrag halten könnte.
Nur zu, herzlich Willkommen!
Ingeborg schlug vor, im Neuen Jahr auf den Kuchen zu verzichten, denn jeder kann sich gegenüber in der Bäckerei mit Kaffee (Becher) und Kuchen versorgen. In unsere Sammelbüchse kommt dann - nach wie vor - der Betrag von 2.-€ zur Deckung des gemieteten Raums.
Da das letztjährige DEZEMBER Weihnachtstreffen bei allen so viel Begeisterung ausgelöst hatte, erging die Aufforderung, sich auch dieses Mal mit Erzählungen, Gedichten, Lustigem und Nachdenklichem einzubringen.
Musy begann ihren Vortrag damit, dass sie auf das Buch von Frau Ingrid Kühlbauer verwies, mit dem Titel:" Erinnerungen beim Gang über den Alten Friedhof ", Schillinger Verlag Freiburg.
Sie unterteilte ihren Vortrag in Geschichte und Gang.-
Der Friedhof war in seiner Geschichte durch Gesetze (Seuchengefahr) und Politik, auch räumlichen Veränderungen ausgesetzt. Darüber hatte die BZ
am Tag des Alten Friedhofs eingehend berichtet. Die jetzige Vereinsvorsteherin ist Frau Dr. Corinna Zimber. Sie hatte die Gastmusiker aus dem Tuniberg mit ihren Alphörnern eingeladen.
Unsere Vortragende erläuterte uns die Darstellung der Bilder des Totentanzes in der Michaeliskapelle, am Eingang zum Friedhof. Umfassend erfuhren wir von den berühmten Gräbern entlang der Mauer, die besonderen Schutz vor Verwitterung bietet.
Karl von Rotteck, der schon mit 23 Jahren Professor für Zeitgeschichte war.
Das Grab von Rossett´s Kind, das einen Tag lebte.
Der Arzt, Dr. Starervacneg, ihm widmete der Steinmetz die Darstellung seiner
medizinischen Behandlung.
Begraben, der Freiherr von Reichenstein, ein Freund Beethovens.
Johann Karl Knie, Vorfahre des Schweizer Zirkus Knie.
Johann Christian Wentzinger aus Ehrenstetten, Rokoko Baumeister,
Maler und Bildhauer. Auf seinem Grabstein steht:
" Er durchlebte ein Jahrhundert, durch ihn leben Jahrhunderte "
Die Drei Generationengräber der Familie Colombi. Die Tochter ließ das
Herrenhaus (Schloß) erbauen, als sie Witwe wurde.
Hermann Herder, Fürstbischöflicher Verleger
Besondere Aufmerksamkeit - bis heute - gilt dem Grab der "Schlafenden Schönen", der 16 jährigen Christine Walter, geboren in Opfingen.
Zum Schluß wies Musy noch auf eine andere Persönlichkeit hin, den Seidengarnfabrikanten Mez, der das Evangelische Stift gegründet hatte.
Ingeborg bedankte sich abschließend bei Musy, die uns nicht nur zu äußerst aufmerksamen Zuhörern machte, sondern uns auch durch ihre Klaviereinlagen zum Mitsingen bewegte.
Anmerkungsweise möchte ich noch passend zum Thema davon berichten, dass meine 1902 in Freiburg geborene Mutter, mir erzählte, dass sich auf dem Friedhof ein Grab befände, auf dem immer wieder die Schrift zu lesen wäre "Mörder von Kaspar Hauser". Den Namen habe ich mir allerdings damals, als Jugendliche, nicht gemerkt.- Schade!