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Der Schlaf

Von Luiserl Dienstag 12.05.2026, 17:55 – geändert Dienstag 12.05.2026, 18:04

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Der Schlaf

Die Nacht ist lang, es fliehet mich der Schlaf.
Was tat ich ihm, dass er sich nun versteckt?
Ich war doch tags so brav, ich dummes Schaf-
und habe nichts, so gar nichts ausgeheckt.

Was tat ich ihm, dass er sich nun versteckt,
ich hab mich doch so sehr nach ihm gesehnt.
Ich hab doch nichts, so gar nichts ausgeheckt,
dass er sie Stund, um weitre Stunden dehnt?

Ich hab mich doch so sehr nach ihm gesehnt-
ich war bereit, ihn liebend zu empfangen.
Dass er sie Stund, um weitre Stunden dehnt,
es dauert mich, ich hab nach ihm Verlangen.

Ich war bereit, ihn liebend zu empfangen;
und hoffe nun, dass er mich nicht vergisst.
Es dauert mich, ich hab nach ihm Verlangen.
ich setze ihm noch eine Gnadenfrist.

Ich hoffe nun, dass er mich nicht vergisst
Ich war doch tags so brav, ich dummes Schaf
ich setze ihm noch eine Gnadenfrist;
die Nacht ist lang, es fliehet mich der Schlaf.

© L. Rudde

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