die Geschichte vom schwarzen Buben
Von
Luiserl
Freitag 21.03.2025, 21:29 – geändert Freitag 21.03.2025, 21:30
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upload.wikimedia.org /wikipedia/c...Struwwel_1 0.jpg
ein Spiegel-Sonett
die Geschichte vom schwarzen Buben
Ein Knabe ging spazieren vor dem Tor,
so fängt die Sage an im Struwwelpeter.
Es ging dabei nicht ohne groß Gezeter;
denn dieses Knäblein war ein junger Mohr.
Nun war der Knabe auch noch Sonn'anbeter,
so etwas kommt ja nicht so häufig vor -
schon eher, dass er singt im Knabenchor,
vielleicht auch, dass er wäre ein Trompeter.
Als Sonn'anbeter braucht man einen Schirm;
denn zuviel Sonne tut nicht gut auf Dauer,
und so ein Schirm, der schützet das Gehirn;
doch böse Buben lagen auf der Lauer.
Die schrien und lachten über diesen Mohren;
doch dieser Mohr, der war wohl hochgeboren.
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Wohl dem, der unterm guten Stern geboren,
Sankt Niklas selbst, er half nun diesem Mohren.
er lag mit seinem Tintenfass auf Lauer;
man weiß ja, Niklas hat ein gut Gehirn,
das ist auf zack und dies auf lange Dauer,
fing diese Knaben nun mit einem Schirm.
Es blies dazu ein himmlischer Trompeter -
es sang so lieblich schön ein Knabenchor
als er sich nahm die bösen Knaben vor;
steckt sie ins Tintenfass, nein, nicht die Beter.
Nun sind die Buben schwärzer als der Mohr,
zu Hause gibt es sicher ein Gezeter -
so sind Geschichten bei dem Struwwelpeter,
es ist zwar Nonsens , wer ist nun der Tor?
© Luzie-Rudde