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Die ganze Wahrheit über den Holocaust in Europa

Von ehemaliges Mitglied 07.09.2025, 10:03

Die jüdischen Menschen nennen es Shoah (Untergang, Katastrophe, großes Unheil).

Wenn es um die Aufarbeitung dieses schrecklichen Geschehens geht, haben wir Deutsche bekanntlich große Probleme.

Das aber geht nicht nur uns so. Es ist noch immer relativ unbekannt, dass sich normale Bürger in ganz Europa an der Verfolgung ihrer jüdischen Mitmenschen beteiligten und das NS-Regime bei der Vernichtung der europäischen Juden sowie bei der Umsetzung anderer rassenpolitischer Maßnahmen unterstützten. Diese Zusammenarbeit war ein entscheidendes Element bei der Umsetzung der „Endlösung“ und des Massenmords an anderen vom NS-Regime verfolgten Zielgruppen. Kollaborateure begingen einige der schlimmsten Gräueltaten der Holocaust-Ära.

Auch die Menschen in diesen Staaten versuchten und versuchen es noch immer, durch Verdrängen zu vergessen, was sie zu verantworten haben.

In einigen Achsenstaaten terrorisierten, beraubten und ermordeten faschistische paramilitärische Organisationen einheimische Juden. Dies geschah entweder unter deutscher Führung oder auf eigene Initiative. Die Hlinka-Garde in der Slowakei, die Eiserne Garde in Rumänien, die Ustascha in Kroatien und die Pfeilkreuzler in Ungarn waren für den Tod von tausenden von Juden in ihren jeweiligen Ländern verantwortlich. In diesen und anderen Staaten spielten Militär, Polizei und Gendarmerie eine Schlüsselrolle bei der Enteignung, Konzentration und Deportation jüdischer Einwohner in ihren Ländern.



In Ungarn, der Slowakei, Kroatien, Bulgarien und auch in Vichy-Frankreich waren Polizei, Militär und Gendarmerie für die Umsetzung der deutschen Politik unerlässlich. Dies galt insbesondere für die Deportation von Juden, die in den Gebieten unter deutschem Einfluss oder deutscher Kontrolle lebten, in die Tötungszentren im Osten.

Das Sammel- und Durchgangslager Drancy war zur Zeit der deutschen Besetzung Frankreichs ein Gefangenenlager für Juden in der Stadt Drancy 20 Kilometer nordöstlich von Paris. Deutsche Stellen nannten es „Judenlager“, für die französische Polizei war es das „Camp de Juifs“. Das Lager war Hauptort der Shoah in Frankreich, von wo 58.868 französische Juden mit Zügen der französischen SNCF und der deutschen Reichsbahn in das KZ Auschwitz-Birkenau transportiert wurden; drei Deportationszüge hatten das Vernichtungslager Sobibor zum Ziel, einer das Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek. Die meisten Menschen wurden dort ermordet oder starben an den katastrophalen Umständen des Transports, der Unterbringung und Zwangsarbeit. Unter ihnen befanden sich mehr als 6000 Kinder. Im Lager Drancy konnten am 19. August 1944 nur noch 1.532 Gefangene befreit werden. Neun von zehn deportierten französischen Juden wurden über Drancy in den Osten verschleppt. Zunächst unter französischer Leitung, übernahm der SS-Hauptsturmführer Alois Brunner am 18. Juni 1943 das Kommando des Lagers. Die französische Polizei war weiterhin für die Bewachung zuständig. Weitere große französische Sammellager für Juden und politische Gefangene waren das KZ Royallieu in Compiègne (Département Oise), das Camp de transit de Pithiviers im Département Loiret und das Internierungslager Beaune-la-Rolande (Loiret).
Auch die Vichy-Regierung unter dem Befehl des greisen Marshalls Philippe Pétain kooperierte mit den Deutschen, indem sie das Judengesetz Statut des Juifs erließ. Dies definierte Juden nach rassischen Kriterien und schränkte ihre Rechte ein. Die Behörden von Vichy kollaborierten aktiv und ergriffen sogar die Initiative. So errichteten sie Internierungslager in Südfrankreich, verhafteten ausländische und französische Juden und wirkten bei der Deportation von Juden (meist ausländische Juden mit Wohnsitz in Frankreich) in die Tötungszentren in dem von Deutschland besetzten Polen.



Nach der deutschen Invasion in Norwegen im April 1940 ernannte sich der norwegische Faschist Vidkun Quisling zum Premierminister. Die Deutschen waren schnell unzufrieden mit ihm und bauten ihre eigene Regierung auf, benutzten Quisling jedoch vorübergehend als Aushängeschild. Der Name Quisling etablierte sich im englischen Sprachgebrauch als Begriff, mit dem eine Person bezeichnet wird, die ihr Land durch Kollaboration mit einem feindlichen Besatzer verrät.



Die norwegische Polizei und paramilitärische Formationen unterstützten die SS und deutsche Polizeieinheiten bei der Deportation von Juden nach Auschwitz-Birkenau. Ebenso arbeiteten die lokalen Zivil- und Polizeibehörden in Belgien und den Niederlanden eng mit den Deutschen zusammen. Sie halfen dabei, die in diesen beiden Ländern wohnenden Juden zusammenzutreiben und zu deportieren.

Das alles darf auf keinen Fall eine Rechtfertigung für uns Deutsche sein. Es beweist aber, dass auch andere Menschen dazu bereit waren, jüdische Menschen zu ermorden, die ihnen niemals persönlich ein Leid angetan hatten.

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