Macht hoch die Tür, die Tore macht weit...
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activia
Montag 28.10.2024, 16:42
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activia
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...so beginnt eins der bekanntesten Adventslieder aus dem 17.Jahrhundert. Diese Zeile kam mir in den Sinn, als ich an meinem Adventskalender heute wieder ein Türchen geöffnet habe. Das ist an sich nichts Besonderes. Das Besondere ist nur, dass ich in diesem Jahr tatsächlich einen Adventskalender geschenkt bekommen habe. Geschenkt wurde er mir von meinem Sohn, und gefüllt ist mit feinster dunkler Schokolade. Wer mich noch aus meiner „ Vor-activia-Zeit" hier kennt, weiß wie ich zu Schokolade stehe. Damals habe ich in einem Tagebuch geschrieben, dass ich sie lieber verschenke - an Menschen, die mir etwas bedeuten oder bedeutet haben. Aber wenn ich mal Schokolade esse, dann muss es unbedingt „ Zartbitter" sein.
Um die Schokolade soll es heute gar nicht gehen. Vielmehr habe ich mir so meine Gedanken gemacht, warum und seit wann es den Brauch gibt, die Zeit vom 1. Dezember bis Heiligabend symbolisch zu überbrücken. Keine Sorge, ich werde jetzt nicht das „ nachbeten", was jeder im Netz nachlesen kann...bei Interesse versteht sich. Nur soviel: Die Sitte, den Kalender mit Süßigkeiten und kleinen Überraschungen zu füllen, gibt es erst seit 1920. Und das ist bis heute so geblieben. Nur muss man nicht zwangsläufig für jeden Tag ein Türchen haben. Es gibt viele andere Möglichkeiten etwas zu verstecken...
Aber da ich nun mal Türchen an meinem Kalender habe, gehen meine Gedanken automatisch zu der Symbolik der Türen. Und so erklärt sich vielleicht auch, warum mir Text und Melodie des obenerwähnten Liedes nicht aus dem Kopf gehen. Wie viele verschiedene Türen haben wir im Leben geöffnet oder geschlossen? Wie fühlen wir uns, wenn uns eine Tür buchstäblich vor der Nase zugeschlagen wird? Und wie schön ist es, wenn uns eine Tür einladend geöffnet wird.Das alles gibt es nicht nur im realen Leben sondern auch im übertragenen Sinn. Zahllose Redewendungen belegen das. Und dann gibt es da ja auch noch die „ Hintertür", die wir uns offen halten, wenn wir uns scheuen, unangenehme Entscheidungen zu treffen. Durch diese Hintertür kommen mitunter auch Menschen in unser Leben, zu denen wir uns nicht öffentlich bekennen...oder die sich unangemeldet bei uns einschleichen.
Ein Sprichwort sagt: Schlägt dir das Schicksal eine Tür zu, dann öffnet es dir an anderer Stelle eine andere!" Bei meinem Kalender ist das einfach. Da geht bis zum 24. Dezember immer ein Türchen auf. In gewisser Weise geht auch beim alten Jahr so allmählich die „ Tür" zu. Aber das neue Jahr hat seine Pforten schon weit für uns geöffnet, und wir werden voller Spannung und Neugier hindurch gehen...