Bibelvers mit erklärendem Begleittext
Von ehemaliges Mitglied Montag 22.06.2020, 06:29 – geändert Montag 22.06.2020, 06:30
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Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, wie Schnee sollen sie weiß werden.
Jesaja 1,18
„Das Sündenregister wird immer länger.“ So sagt es die Schlagzeile auf der Titelseite der Tageszeitung. Gemeint sind politische Fehlentscheidungen und Versäumnisse, die der Regierung - ob berechtigt oder nicht - von der Opposition vorgehalten werden.
Dabei fällt auf, dass das alte Wort „Sünde“ benutzt wird, obwohl man es, angewandt auf die Moral oder den Lebenswandel des Einzelnen, heutzutage gar nicht mehr hören will. Bestenfalls spricht man noch von „sündigen“, wenn jemand sich nicht streng an die Diätvorschriften hält.
Doch hier wird sogar ein ganzes „Sündenregister“ ausgemacht! Wenn die Vorwürfe gegen die Politiker zu Recht erhoben werden, müssen diese damit rechnen, bei der nächsten Wahl einen Denkzettel von den Bürgern zu erhalten. Möglicherweise müssen sie sich für den einen oder anderen Missstand auch noch vor einem Untersuchungsausschuss des Parlaments verantworten.
Dass der Mensch für seine Verfehlungen verantwortlich ist, gilt nicht nur für die Politik oder für das Berufsleben, sondern für unsere ganze Lebensführung. Vielen ist das unangenehm; deshalb wollen sie Gott und den Begriff „Sünde“ aus ihren Gedanken verdrängen. Doch an der Existenz Gottes und an der Verantwortung, die wir Ihm schulden, ändert das natürlich nichts.
Wer seine Verfehlungen verdrängt, wird einst vor dem „Richterstuhl Gottes“ nicht bestehen können. Das kann nur der, der zu seinen Lebzeiten zu Gott umkehrt und sein „Sündenregister“ vor Ihm aufdeckt. Dann erfährt er, dass der große Gott ein Gott der Liebe und der Vergebung ist: Weil Jesus Christus, der Sohn Gottes, die Schuld durch seinen Kreuzestod gesühnt hat, werden alle, die an Ihn glauben, von ihren Sünden gereinigt und freigesprochen.