Bibelvers mit aufklärendem Begleittext
Von ehemaliges Mitglied 05.07.2020, 00:04
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Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch ein Gesandter größer als der, der ihn gesandt hat. Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut. Ich rede nicht von euch allen, ich weiß, welche ich auserwählt habe; aber damit die Schrift erfüllt würde: „Der mit mir das Brot isst, hat seine Ferse gegen mich erhoben.“ Von jetzt an sage ich es euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt, dass ich es bin.
Johannes 13,16–19
Gedanken zum Johannes-Evangelium
Jesus hat seinen Jüngern ein Beispiel gegeben: So, wie Er ihnen die Füße gewaschen hat, sollen auch sie einander die Füße waschen. Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass der Herr eine symbolische Handlung meint, denn Er sagt zu Petrus: „Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber nachher verstehen“ (V. 7).
Dem Herrn ist es wichtig, dass die Seinen aufeinander achtgeben. Auch heute erwartet Er aktive Liebe unter den Seinen. Wenn jemand „von einem Fehltritt übereilt wird“, sollen andere ihn in Sanftmut und durch den Geist Gottes geleitet wieder zurechtbringen (Galater 6,1). Wer meint, dieser Liebesdienst sei unter seiner Würde, stellt sich letztlich über den Herrn Jesus. Wie gut und segensreich ist es daher, nicht nur zu wissen, was zu tun ist, sondern es auch zu tun, weil Er es uns aufträgt.
Unter den 12 Jüngern gab es einen, von dem der Herr keine aktive Liebe erwartete: Judas. Er war zwar dazu berufen, Apostel zu sein, aber der Herr kannte ihn von Anfang an - er war „ein Teufel“ (Kap. 6,70). Sogar die Schriften des Alten Testaments erwähnen den Verrat des Judas. Er ist eine ernste Warnung für Menschen, die sich äußerlich gerne in christlicher Gesellschaft zeigen, aber innerlich von Christus weit entfernt sind (Psalm 41,10).
Die Jünger würden überrascht sein, dass einer von ihnen nicht zu den „Seinen“ gehörte, doch der Herr ist es nicht. Er ist der „Ich bin“, der allwissende Sohn Gottes.