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Der Tod

Von ehemaliges Mitglied Mittwoch 08.07.2020, 21:11

Auf dreierlei Art und Weise können wir mit dem Tod umgehen: ihn ignorieren, ihn fürchten oder ihn herbeisehnen. Die meisten Menschen wählen die erste Möglichkeit, sie ignorieren ihn. Doch sich so zu verhalten , fällt schwer, wenn ein Ihnen Nahestehender gestorben ist oder bald sterben kann. Und genauso schwer fällt es, wenn du selbst die Diagnose einer schlimmen Krankheit hören musst. Wenn wir den Tod nicht ignorieren können, bliebe uns daher in diesen Situationen die Möglichkeit, ihn zu fürchten oder herbeizusehnen.

Den Tod herbeisehnen? Bedeutet das, mit Selbstmord,zu liebäugeln? Nein, keineswegs! Es bedeutet vielmehr, dass zahlreiche Menschen, darunter auch der Apostel Paulus, darauf hingewiesen haben, dass sie nichts dagegen hätten, wenn sie abschneiden würden, um im künftigen Leben beim Herrn zu sein. Einige Menschen, besonders diejenigen mit anhaltenden und langwierigen Krankheiten, haben den Tod herbeigesehnt, weil sie wussten, dass ihr künftiges Leben wesentlich besser wäre.

Doch die meisten von uns haben Angst vor dem Tod, nicht wahr? Möglicherweise sagen wir, dass wir an das ewige Leben und an einen Himmel mit einem glückseligen Leben glauben, einem Leben, das viel besser als das irdische Dasein ist. Doch wir handeln, als würden wir Angst vor dem Tod haben, wobei unsere Taten mehr zählen als unsere Worte. Wir handeln nicht viel anders als Menschen, die behaupten, überhaupt nicht an Himmel und Hölle zu glauben. Wie lange ist es her, dass jemand im Gespräch mit dir von einem Freund oder Verwandten als demjenigen redete, der „ beim Herrn ist? Unglücklicherweise ist diese Wendung nicht mehr so verbreitet, wie dies einst der Fall war. Manchmal scheint es, als wären Gläubige kaum überzeugt davon, dass das Leben über das Grab hinaus wirklich Bestand hat. Ist es nicht erstaunlich, dass Christen vor Jahrhunderten die Beisetzung eines der Ihren mitunter als seinen „ Geburtstag,“ als seinen Tag des Eingangs in den Himmel, feierten? Sie feierten, weil sie wirklich an die entsprechende Tatsache glaubten.

Wir müssen uns wieder neu der Bibel zuwenden. Sie erinnert uns vielfach daran, dass nichts, nicht einmal der Tod, Gott die Seinen entreissen kann. Sie weisst uns darauf hin, dass unser Leben auf dieser Welt, ganz gleich, ob es angenehm oder furchtbar war, enden wird. Uns steht ein Leben, wie lange auch immer, als Vorbereitungszeit zur Verfügung. In diesem Leben haben wir entweder Gott als Mitte unserer Welt gewählt oder uns selbst dorthin gestellt. Diejenigen, die den Herrn Jesus gewählt haben, werden bei ihm weiterleben.

Eine der bewegendsten biblischen Szenen umfasst jenen Augenblick, wo der Herr Jesus am Grab seines lieben Freundes Lazarus stand. Der Herr Jesus erweckte Lazarus aus den Toten, doch bevor es dazu kam, tat er etwas zutiefst Menschliches und ganz Normales: Er beweinte den Tod eines Freundes.

Das Weinen des Herrn Jesus spiegelt einen Grundgedanken in der Bibel wider: Der Tod wird nicht einfach hingenommen. Er gehörte nicht zu Gottes ursprünglichem Plan für die Menschen. Er wurde Teil des menschlichen Daseins, weil der Mensch nach dem Bericht von 1.Mose 3 Gott ungehorsam war. Sünde und Tod sind miteinander verbunden. Im Neuen Testament geht es darum, wie der Herr Jesus als Retter die Sündenstrafe beseitigte. Obwohl wir noch sterben müssen, ist uns das ewige Leben dank diesem göttlichen Eingreifen sicher.

Eine der wichtigsten Glaubensüberzeugungen des Christentums stellt die Auferstehung des Herrn Jesus dar. Dabei geht es weder um einen Zusatz noch um eine nachträgliche Idee. Vielmehr bildet sie das Herzstück des Glaubens. Das Neue Testament wiederholt es immer wieder: der Herr Jesus, der Sohn Gottes und zugleich vollkommener Mensch, starb und er stand aus den Toten. So wie Gott ihn zu einem neuen Leben erweckt hat, wird er eines Tages alle Gläubigen zu neuem Leben auferstehen lassen.

Offenbarung 20.11-15
Und ich sah einen grossen weissen Thron und den, der darauf sass....Und ich sah die Toten, die Grossen und die Kleinen, vor dem Thron stehen und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren und der Tod und der Hades gaben die Toten die in ihnen waren und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde indem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.

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