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Die Rosenkranzkönigin von Fatima

Von ehemaliges Mitglied Montag 29.06.2020, 08:49


Vielleicht erinnern Sie sich noch, wie im Jahre 1960 der Bischof von Fatima im Einverständnis mit Papst Johannes XXIII. zum 13. Oktober einen Aufruf an alle Bischöfe der Welt gerichtet hat mit der Bitte, alle Gläubigen möchten sich mit den Pilgern von Fatima in der Nacht vom 12. zum 13. Oktober zu einem gemeinsamen Gebetssturm vereinigen. In den Annalen der Kirchengeschichte ist kein solcher weltweiter Aufruf zu finden. An vielen Orten wurde der Aufruf wirklich ernst genommen, und es wurden nächtliche Gebetsstunden gehalten, ganz besonders aber in Fatima. Der Bischof von Fatima ging in dieser Nacht von seiner Bischofsstadt Leiria barfuß etwa 20 km nach Fatima, begleitet von vielen seiner Gläubigen. Manche seiner Gläubigen sind auf diesem Weg sogar auf den Knien gerutscht, um ein besonderes Bußwerk zu verrichten.

In Fatima selber aber feierten unter der Leitung von Kardinal Lercaro und in Gegenwart von 18 portugiesischen Prälaten und mehreren ausländischen Bischöfen nahezu 1 Million Pilger den Welttag des Gebetes. Durch 36 Stunden unter ständigem Sprühregen hielten die Gläubigen aus im Rosenkranzgebet, bei Andachten und Messfeiern für den Frieden der Welt. In dieser Nacht der Buße und des Gebetes im Sinne Fatimas bestieg Chruschtschow in New York überstürzt ein Flugzeug nach Moskau und ließ bei diesem Rückflug geplante Zwischenlandungen ausfallen. Vorher hatte er in der UNO mit der „Absoluten Waffe" gedroht, die im Besitz Russlands sei und fähig wäre, die Vereinigten Staaten von Nordamerika auszurotten, ohne dass diese den Versuch eines Gegenangriffs starten könnten, und um seine Worte zu bekräftigen, hatte er einen Schuh ausgezogen und mit ihm heftig auf sein Pult geschlagen. Den Grund für den unerwartet raschen Rückflug des damaligen ersten Mannes Russlands offenbarte später der russische Oberst Oleg Penkovsky, der am 16. Mai 1963 wegen Spionage hingerichtet wurde. Im Januar 1960 hatte Chruschtschow die wissenschaftlichen Dienstabteilungen des Heeres gedrängt, zum 43. Jahrestag der Oktoberrevolution eine gigantische Rakete mit Atomantrieb fertig zu stellen. Tatsächlich schien alles bereit zu sein in dem Augenblick, als der russische Diktator seine Großtuerei in der UNO von sich gab: Marschall Mitrofan Nedelin, der oberste Kommandant der russischen Artillerie, hatte Tag und Stunde des ersten Versuchsabschusses der famosen Rakete, der Trägerin der „Absoluten Waffe", festgesetzt; und er hatte dazu zahlreiche Atomsachkundige und offizielle Persönlichkeiten eingeladen. Als der Zähler auf Null herabgestiegen war, zündete die Rakete nicht, die in diesem Augenblick ihren Weg hätte antreten sollen, und blieb unbeweglich auf dem Abschussgelände. Nachdem Nedelin 15 oder 20 Minuten gewartet hatte, kam er aus seinem Schutzbunker hervor, und alle Eingeladenen folgten ihm. Als schon alle draußen waren, explodierte die Rakete und tötete ihn mit 126 oder mehr Mitarbeitern und Gästen. (Die geheimen Aufzeichnungen des russischen Doppelspions Oleg Penkovsky sind in den Besitz der amerikanischen Regierung gelangt.)

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Es ist hier wohl ganz offensichtlich ein deutlicher Zusammenhang zu sehen! Gerade zu den Stunden, in denen ein großer Teil der Christenheit im Gebet für die Bekehrung Russlands und für den Frieden der Welt fleht, erleidet die kommunistische Atomrüstung einen gewaltigen Rückschlag. Wie sehr hat sich hier wieder das Wort Pius X11. bewahrheitet: „Groß ist die Macht eines Heeres, das nicht das Schwert, sondern den Rosenkranz in Händen hält.


Aus dem Buch "Die schönsten Mariengeschichten"
von Stadtpfarrer Karl Maria Harrer, München

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