Joseph, der Sohn Jakobs
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Donnerstag 17.09.2026, 12:25 – geändert Donnerstag 17.09.2026, 12:27
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Eine im Sommer 2025 in Tel Lachisch (Israel) entdeckte Inschrift stellt bisherige sprachwissenschaftliche Annahmen infrage. Der Fund wurde im Februar 2026 im Jerusalem Journal of Archaeology veröffentlicht. Auf einem Tongefäß aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. fand sich der Personenname B’lšlt (בעלשלט) – zusammengesetzt aus „Baal“ und dem Wortstamm šlt („herrschen“). Die Bedeutung: etwa „Baal herrscht“.
Das Wort šlt (שליט, „Herrscher/Regent“) galt bisher als spätes aramäisches Lehnwort, das erst in der Perserzeit (ab ca. 6. Jh. v. Chr.) ins Hebräische gelangte. Genau dieses Wort wird jedoch in Genesis 42,6 in Bezug auf Joseph verwendet: “Und Joseph war der Herrscher (šlt) über das Land, und er verkaufte Getreide an alle, die ins Land kamen.“
Der Fund stützt zudem die These des verstorbenen Bibelwissenschaftlers Gordon Wenham, der šlt (salit) als altsemitischen Begriff und nicht als spätes Lehnwort einordnete. Insofern liefert diese Entdeckung einen archäologischen Beleg dafür, dass Josephs Titel (Herrscher) zeitlich zur erzählten Epoche passt.
Und wenn eine Person als Herrscher in die Geschichte eingegangen ist muß sie auch gelebt haben. Insofern ist die Joseph-Geschichte glaubwürdig und authentisch.