Marienverehrung zwischen Glaube und Aberglaube
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Feierabend-Mitglied
Samstag 18.07.2020, 08:46
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Den Höhepunkt der Marienverehrung markiert die Barockfrömmigkeit zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Maria ist die Superheilige, man erwartet von ihr Wunder und jede erdenkliche Hilfe. Rosenkranzgebete sind der Inbegriff der Marienverehrung. Ein sieben Mal geweihter Rosenkranz sei in der Lage Kranke zu heilen und jedes erdenkliche Unheil abzuhalten, so die Vorstellung.
Gott geriet über die Marienverehrung immer mehr ins Abseits. Der Reformator Martin Luther prangerte den ausufernden Marienkult an. Er enthalte zu viel Aberglaube und verdunkle den Christusglauben. Das Rosenkranzgebet bezeichnete Luther als das "Klappern der Steine" und das "Plappern der Mäuler". Obwohl Luther zwar ein großer Marienverehrer war, wurde der Marienkult innerhalb der protestantischen Kirche verdrängt.
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Dieser Satz ist mir besonders aufgefallen:
Ein sieben Mal geweihter Rosenkranz sei in der Lage Kranke zu heilen und jedes erdenkliche Unheil abzuhalten, so die Vorstellung.
Wenn dem so ist, wozu bräuchten wir noch die pharmazeutische Industrie? Jeder sollte sich einen sieben Mal geweihten Rosenkranz zulegen und schon ist er in der Lage sich zu heilen und vor Unglück zu schützen.
Wer nur hat sich einen solchen Unfug ausgedacht? Schlimmer ist dass zig Menschen noch im 21. Jahrhundert daran glauben.