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Tod und Leben

Von Feierabend-Mitglied Mittwoch 20.05.2026, 10:40

Williges Jäger, ein zeitgenössischer Mystiker, schrieb einmal folgendes:
„Unsere Weltanschauung, die christliche nicht ausgeschlossen, züchtet Angst vor dem Tod. Solange am Ende des Lebens Gericht, Strafe und Verdammung verkündet werden, kann sich unsere Einstellung zum Leben nicht ändern. Warum wird im Christentum so viel vom Tod und nicht vom Weiterleben gesprochen?“
In einer Ausstellung über das Sterben bei sogenannten primitiven Völkern konnte man deutlich sehen, dass man bei ihnen nicht vom Tod spricht der das Leben beendet sondern vom Weiterleben.
Solange eine Religion ihre Moral aus der Angst vor der Strafe ableitet – und das tun alle großen Religionen – wird sich an der Einstellung zum Tod nichts ändern“.

Williges äußert die Hoffnung, dass es vielleicht einmal eine Zeit geben wird, in der die Menschen aus ihrem Sterben ein Fest machen so wie dies bei der Geburt üblich ist. Denn der Tod ist eigentlich eine „Geburt“ für ein weiteres Leben. In dieser Beziehung haben die von uns „Zivilisierten“ als primitiv bezeichneten Völker einen Riesenvorsprung, da für sie das Leben mit dem Tod nicht endet sondern ein Neubeginn bedeutet.

Für Menschen, die an Jesu verheißene Auferstehung der Toten glauben, ist der Tod nichts Endgültiges sondern wie ein langer tiefer Schlaf, aus dem es ein Erwachen zu neuem Leben geben wird. Das ist das eigentliche Evangelium (gute Botschaft) das uns Gott durch Jesus Christus vermittelt hat.



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