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Aberglaube

Von Novelle Donnerstag 01.01.2026, 07:40 – geändert Donnerstag 01.01.2026, 07:55

Die nächsten Tage wird keine Wäsche gewaschen.

Wer hält sich an diese Tradition?


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Dazu ein kurzer Textauszug:

"Weder Tattoos noch freizügige Kleidung oder Outings jeglicher Art könnten meine Oma schocken, für ein Kind der Nachkriegsgeneration ist sie ausgesprochen modern. Dennoch fiel sie aus allen Wolken, nachdem ich beiläufig fallen ließ, wie viel Kleidung ich nach Weihnachten noch zu waschen habe. Bitterernst warnte sie mich davor, zwischen den Jahren die Waschmaschine anzuschmeißen, die fürchterlichsten Dinge könnten dann passieren. Es geht um Geister, das Jenseits und tote Familienmitglieder – ein Aberglaube, der in einer aufgeklärten Gesellschaft bemerkenswert weit verbreitet ist."

"Besonders hartnäckig und seit vielen Generationen hält sich zudem die Überzeugung der „normalen“ Abergläubigen (zu denen wohl auch meine Oma gehört), dass (insbesondere weiße) Bettlaken, die zwischen Weihnachten und dem 6. Januar draußen aufgehängt werden, von den Geistern als Leichentücher genutzt werden, in die sie im kommenden Jahr dann wahlweise die Person, die sie aufgehängt hat, oder eines ihrer Familienmitglieder wickeln werden, das sie vorher umgebracht haben.


Ein bisschen Sexismus ist auch Teil des Aberglaubens: Eine Version besagt, dass junge Frauen (oder wahlweise Jungfrauen) die „wilden Reiter“ anlocken, wenn sie weiße Wäsche zwischen den Jahren aufhängen – also vergewaltigt werden.

Genervte Hausfrauen – und andere Aberglauben
Wem inzwischen ganz schaurig zumute ist, der kann sich entspannen: Ziemlich wahrscheinlich war der ganze Aberglaube eine Erfindung genervter Hausfrauen, denn noch vor zweihundert Jahren war Wäschewaschen eine mühselige, oft Tage dauernde Prozedur, vor der sie wenigstens zwischen Weihnachten und Neujahr mal ihre Ruhe haben wollten.


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Dennoch: Der Jahreswechsel ist eine mit vielen Erzählungen, Bräuchen und auch Ängsten besetzte Zeit. Das beginnt mit dem Verbrennen von Feuerwerk, das ursprünglich dazu gedacht war, die bösen Geister des Vorjahres durch Krach und Lichter zu vertreiben und frisch ins neue Jahr zu starten. Und da ist noch mehr Aberglaube: Ein volles Portemonnaie zu Silvester steht für finanzielles Glück im neuen Jahr, ein Schwein steht für Glück, Reichtum, Fruchtbarkeit, Linsen für Wohlstand, Karpfen und Trauben stehen für Glück. Schuhe oder Möbel zu verrücken, bringt Unruhe oder Unglück ins Haus, und das traditionelle Bleigießen schließlich kann angeblich die „Zukunft voraussagen“.

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