"Kleine Nachlese" zu Hamburgs Nein
Von
Novelle
Dienstag 02.06.2026, 04:07
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Kurz und bündig meint Bürgermeister Peter Tschentscher: "Wir bleiben trotzdem die schönste Stadt der Welt."
Wer zweifelt daran? Ich nicht. Genug andere sind auch der Überzeugung, dass die Freie und Hansestadt Hamburg die schönste Stadt der Welt ist.
Textauszug aus dem "Hamburger Abendblatt" v. 1.6.2026:
"Interessant war, wie gespalten die Stadt in der Olympia-Frage war: Während in Veddel/Kleiner Grasbrook/Steinwerder 77.7 Prozent und in Altona-Altstadt 71,4 Prozent gegen eine Bewerbung Hamburgs stimmten, waren auf der anderen Seite in der HafenCity 62,2 Prozent und in Nienstedten 61,4 Prozent dafür.
Unterm Strich kann man sagen, dass die Menschen in ärmeren Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Mietwohnungen eher dagegen, die in reicheren Viertel hingegen dafür waren.
Und: Die Zustimmung unter jüngeren Hamburgerinnen und Hamburgern war am größten, gleichzeitig war deren Wahlbeteiligung am niedrigsten."
Kiel entscheidet anders als Hamburg:
Kiel hält an seiner Olympia-Bewerbung fest
"Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke (CDU) bedauert es, dass es nun keine gemeinsamen Spiele von Hamburg und Kiel geben kann: „Es ist schade, dass sich die Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger gegen eine Olympia-Bewerbung ausgesprochen hat.“
Sie betonte aber: „Unser Ziel bleibt ganz klar: Wir wollen die Spiele mit dem Segelstandort und weiteren Sportarten zu uns nach Schleswig-Holstein holen. Und dafür werben und arbeiten wir gemeinsam mit der Stadt Kiel mit ganzer Kraft.“
Zweifelsohne brauchen die deutschen Bewerberstädte (Berlin, München, Rhein-Ruhr) einen Segelstandort.
Die Kieler Bürger haben sich für eine Bewerbung zu den Olympischen Spiele ausgesprochen. Ist das ein Widerspruch zu dem Nein Hamburgs? Nein, nicht unbedingt. Kiel ist nämlich kein Hauptbewerber.
Konkurrenz für Kiel wäre Rostock.
Berlin könnte Kiel problemlos integrieren. Rhein-Ruhr und München hätten deutlich längere Wege, was für Segelwettbewerbe nicht unüblich ist.
Segelwettbewerbe liegen oft hunderte Kilometer vom Hauptort entfernt.
Nun im September werden auf einer Mitgliederversammlung des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) die Würfel fallen, ob a) Deutschland eine Olympia-Bewerbung abgibt und b) welche Stadt Deutschland international vertreten soll.
Ich plädiere für München!