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Advent = Ankunft

Von Feierabend-Mitglied Montag 12.12.2022, 12:13

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Matthäus 24,37-44

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denn wie es in den Tagen des Noach war, so wird die Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt dies: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

Zu diesem Text schrieb Kardinal Chr. Schönborn folgendes:
"Unsere Mutter hat oft von der Flucht aus Tschechien im Jahr 1945 erzählt. Mein Bruder war zweieinhalb Jahre alt, ich noch kein Jahr, als die Mutter mit uns Hals über Kopf flüchten musste. Oft hat sie die Frage gestellt, warum so viele Menschen damals nicht mit der Vertreibung der Deutschsprachigen gerechnet haben. Die Wenigsten waren darauf vorbereitet, als die Flut der (meist gewalttätigen) „Aussiedelung“ über uns hereinbrach. Meine Mutter meinte, das liege an einer urmenschlichen Eigenschaft: Man kann sich die Katastrophe nicht vorstellen, ehe sie ausbricht. Die Wirklichkeit des Alltags ist stärker als die Möglichkeit einer vielleicht eintreffenden Katastrophe. Deshalb war es damals 1945 in der alten Heimat so wie Jesus es heute im Evangelium beschreibt: „Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem … die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein.“

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Wenn ich auch nicht der Kath. Kirche angehöre so verurteile ich die Menschen in dieser Institution nicht, die noch auf ehrliche Weise die Botschaft Jesu weitergeben. Ich kenne den Kardinal nicht persönlich und kann mir über seine Handlungen im Alltag kein Urteil erlauben. Jesus sagte einmal zu seinen Zuhörern: „Hört auf sie - damit meinte er die Pharisäer - aber tut nicht ihre Werke“. Wenn also auch ein Katholischer Würdenträger über die Botschaft Jesu redet, sollten wir zuhören und darüber nachdenken. „Prüft alles, das Gute behaltet“ empfahl damals Paulus, und diese Empfehlung ist immer noch aktuell.





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