Ermahnungen annehmen
Von ehemaliges Mitglied Mittwoch 09.12.2020, 00:06 – geändert Donnerstag 10.12.2020, 10:23
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Ich bitte euch aber, Brüder, ertragt das Wort der Ermahnung.
Hebräer 13,22
Wir haben es in der Regel nicht gern, wenn wir ermahnt werden. Ob die Mutter ihre Kinder zur Ordnung ruft, der Lehrmeister den Lernenden korrigiert oder ein Chef seine Mitarbeiter an ihre Pflichten erinnert – die Ermahnung ruft in uns sofort einen inneren Widerstand hervor. Die alte Natur im Gläubigen liebt es nicht, getadelt und zurechtgewiesen zu werden.
Leider ist das auch bei Ermahnungen aus der Bibel so. Entweder verschliessen wir unser Herz davor oder wir vergessen sie schnell wieder. Dessen war sich der Schreiber des Hebräer-Briefs bewusst. Darum bat er im letzten Kapitel fast am Schluss: «Brüder, ertragt das Wort der Ermahnung; denn ich habe euch auch mit kurzen Worten geschrieben.» Es war ihm ein Anliegen, die Herzen der Leser anzusprechen und sie für die praktischen Aufforderungen in diesem Brief zu gewinnen.
In der Bibel hat das Wort «ermahnen» nicht immer die Bedeutung von «korrigieren» oder «zurechtweisen». In vielen Fällen meint es einfach «auf die Seite rufen». Gott möchte uns mitten im Getriebe des Alltags beiseitenehmen, um uns ganz persönlich etwas mitzuteilen. Das macht jeden Hinweis, jede Aufforderung, jedes Zureden aus der Bibel zu einer besonderen Botschaft Gottes an dich und mich.
Ausserdem will der Herr durch eine Ermahnung nicht nur das Verkehrte aufzeigen, sondern auch auf den richtigen Weg weisen. Ist das nicht Grund genug, sie bereitwillig anzunehmen?
«Näher zur Dir» bietet ein Bibelwort für jeden Tag. Vielseitige Denkanstösse vermitteln Hoffnung, Frieden und Freude.