Gedanken zum 2. Advent
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Feierabend-Mitglied
10.12.2023, 10:02
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Gott hat vor langer Zeit Abraham - dem Stammvater Israels - versprochen aus ihm ein Volk hervorzubringen, durch das alle Nationen gesegnet würden. Obwohl im Laufe der Geschichte die Juden sich immer wieder von Gott entfernt und anderen Göttern gedient haben, hat Gott sie nicht verworfen und sich immer wieder einem kleinen gläubigen Rest gewidmet.
Auch heute wird Gott sein Volk nicht aus den Augen verlieren, obwohl die Mehrheit der Juden heute seine Lehre nicht beachtet, geschweige denn Jesus als ihren verheißenen Messias anerkennt. Und doch gibt es auch im heutigen Israel immer mehr Menschen die sich zu Jeschua, ihrem Messias, bekennen. Und allein wegen dieser Menschen wird Gott seine Hand nicht von Israel nehmen und seine Verheißungen erfüllen.
Papst Benedikt XVI hat immer den Kontakt zu seinen jüdischen Brüdern gesucht und sich sehr um eine Zusammenarbeit bemüht. Er hat erkannt wem er im Grunde seinen Glauben zu verdanken hat und wo diese Wurzeln liegen - im Judentum. Als erster Papst, besuchte Benedikt XVI im Juni 1979 das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, um für die Opfer des Holocaust zu beten. Er ging in eine Synagoge, nämlich in die von Rom im April 1986, um seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinde auszudrücken. Er begab sich im März 2000 als Pilger ins Heilige Land, wo er in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eine ergreifende Rede gehalten und wichtige Vertreter des religiösen Judentums getroffen hatte.
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Christen sollten bedenken dass alle Schriften der Bibel von Juden stammen und insbesondere an Juden gerichtet sind. Jesus sprach von einer Hürde, die sein Volk bedeutet und in diese Hürde möchte er die anderen Schafe (Nationen) bringen, d.h. Israel und die Völker der Welt in dieser Hürde vereinen. Christen sollten sich gemeinsam mit den Juden zu einer Herde zusammenfinden, denn im Reich Gottes gibt es weder Jude noch Grieche, weder Knecht noch Freier, weder Katholik noch Protestant oder Moslem usw., „denn ihr seid in Christi Abrahams Same und somit nach der Verheißung Erben der Segnungen Gottes“.
Wir befinden uns in der Adventszeit, die uns an das Kommen des Messias im 1. Jahrhundert erinnert. Dabei sollten wir bedenken dass Jesus von einem zweiten Kommen berichtet hat. Somit befinden sich seine Nachfolger seit Jesu Rückkehr zu seinem himmlischen Vater in einer Zeit der Erwartung, die auch einmal beendet wird.