Beethoven Sonate Nr. 31 op. 110
Von
Feierabend-Mitglied
12.01.2025, 10:09 – geändert 12.01.2025, 22:46
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Von
Feierabend-Mitglied
12.01.2025, 10:09 – geändert 12.01.2025, 22:46
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von Youtube nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
einverstanden
Das Video ist verfügbar indem man auf den Button "Auf YouTube ansehen" klickt.
Beethovens letzte Sonaten (op. 109, 110, 111) entstanden in einer Zeit, in der er von Krankheit geplagt wurde.
Insbesondere die op. 110 (entstanden 1821) kündet von wechselnden und widerstreitenden Gefühlen, die Beethoven nach langer schwerer Krankheit (Rheuma, Gelbsucht) empfunden haben mag. Außerdem hatte Beethoven in dieser Zeit den Tod einer Frau zu beklagen (1821), die ihm sehr nahe stand – Gräfin Josephine von Brunsvik. Von dieser Sonate wird in der Musikwelt berichtet, dass sie möglicherweise als ein Requiem für diese große Liebe gedacht war. Der identische Zeitraum (Tod der Josephine und Komposition 1821) läßt diese Vermutung aufkommen, zumal diese Sonate - wie üblich - keinem Gönner gewidmet war.
Der letzte Satz beginnt mit einem Fugenthema, im weiteren Verlauf wird zehnmal ein G-Dur-Dreiklang wiederholt, der sich in Dynamik und Wucht immer mehr steigert. Man bekommt fast den Eindruck als ob Beethoven sagen wollte: „Jetzt gerade, ich lasse mich nicht unterkriegen!“ Anschließend setzt die Fuge erneut ein, die in eine fast überirdische Schlussphase mündet, wie sie Beethoven im Überschwang seiner Gefühle in seinen Kompositionen oft zum Ausdruck gebracht hat.