Gold und Silber - Franz Lehar
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Samstag 21.06.2025, 10:29 – geändert Samstag 21.06.2025, 13:44
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Franz Lehár geb. am 30. April 1870 in Komorn, Österreich-Ungarn; gest. am 24. Oktober 1948 in Bad Ischl, Österreich war ein österreichischer Komponist ungarischer Herkunft.
Den Walzer „Gold und Silber“ op. 79 komponierte Lehar 1902, der allerdings vom Publikum als Gebrauchsmusik angesehen und nur mäßig Beifall gefunden hat. Dagegen schrieb der Dirigent Max Schönherr über diesen Walzer folgendes:
„Eindeutig überwand Lehár mit diesem Walzer „ Gold und Silber“ die hüpfenden Straußschen und die volkstümlich-derben der Ziehrerschen des vergangenen Jahrhunderts.“ Lehar erfand, nach achtzig Jahren weltumspannender Wiener Walzerrhythmen, etwas Neuartiges, Vibrierendes, das sich mehr in der Melodie und in der Harmonie ausdrückte, als wie bisher im vorherrschenden Rhythmus.“
Wegen des mangelnden Beifalls trat Lehar die Rechte für wenig Geld an einen Wiener Musikalienhändler ab, der diese dann an einen Händler in London verkaufte. Für diesen waren die Rechte ein gutes Geschäft geworden. Hatten die Londoner ein besseres Musikverständnis als die Wiener?
Heute scheint dieser Walzer in Vergessenheit geraten zu sein, man hört ihn kaum noch im Rundfunk. Insofern möchte ich ihn in Erinnerung rufen, bestimmt denkt auch Ihr bei diesen Klängen an die vergangene Jugend, in der wir fleißig nach diesen Rhythmen getanzt haben.