Gustav Mahler 1. Sinfonie, 3. Satz
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Donnerstag 25.09.2025, 11:43 – geändert Donnerstag 25.09.2025, 11:54
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Der 3. Satz dieser Sinfonie erinnert an ein bekanntes franz. Volkslied. Um welches Lied handelt es sich? Das erfahrt Ihr wenn Ihr das Video anklickt und einfach nur zuhört.
Der dritte Satz beginnt mit einer Bearbeitung des Kanons „Frère Jacques“ in Moll. Entgegen landläufiger Meinung ist die Moll-Fassung aber keine Erfindung Mahlers; vielmehr wurde der Kanon im 19. und frühen 20. Jahrhundert in bestimmten Regionen Österreichs bereits in Moll gesungen. Mahler dürfte diese Fassung gekannt haben.
Der 3. Satz enthält jedoch auch aus der jüdischen Musikwelt entlehnte klezmerartige Szenen. Der lyrische Mittelteil zitiert wiederum die „Lindenbaum“-Passage aus Mahlers eigenem Lied "Die zwei blauen Augen von meinem Schatz"aus den Liedern eines fahrenden Gesellen.
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Die zwei blauen Augen von meinem Schatz
die haben mich in die weite Welt geschickt,
da musst ich Abschied nehmen vom allerliebsten Platz!
O Augen blau, warum habt ihr mich angeblickt?
Nun hab' ich ewig Leid und Grämen.
Ich bin ausgegangen in stiller Nacht
wohl über die dunkle Heide,
hat mir niemand Ade gesagt.
Ade! Mein Gesell' war Lieb' und Leide!
Auf der Strasse steht ein Lindenbaum
da hab' ich zum ersten Mal im Schlaf geruht!
Unter dem Lindenbaum
der hat seine Blüten über mich geschneit.
da wusst' ich nicht, wie das Leben tut,
War alles, alles wieder gut!
Alles! Alles, Lieb und Leid
und Welt und Traum!