Kyrie - Missa solemnis - Beethoven
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Feierabend-Mitglied
Mittwoch 29.05.2024, 07:30
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Auf Beethovens Schreibtisch stand ein gerahmtes Täfelchen mit folgenden Worten in seiner Handschrift
“ICH BIN was da ist”- “ICH BIN alles, was ist, was war und was sein wird. Kein sterblicher Mensch hat meinen Schleier aufgehoben.”ER IST einzig von IHM SELBST, und diesem EINZIGEN sind alle Dinge ihr Dasein schuldig.”
Diese mystischen Sätze über das Wesen Gottes, den Namen Gottes, hat Beethoven sich ständig vor Augen gehalten. Zu Bettina von Brentano sagte er einmal “Ich weiß, daß Gott mir näher ist als anderen meiner Zunft. Ich verkehre mit ihm ohne Furcht“. Ob diese Geisteshaltung in seiner Missa solemnis (entstanden zwischen 1817 – 1823) zum Tragen kommt, mag der einzelne Hörer selbst entscheiden.
Kyrie:
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Der Ruf “Kyrie eleison”, zu deutsch “Herr, erbarme dich”, ist ein uralter Gebetsruf religiöser wie profaner Herkunft. In der Antike huldigte das Volk damit dem Kaiser oder einem siegreichen Feldherrn. Erst ab dem vierten Jahrhundert fand der Ruf Einlass in die christlichen Liturgien; zunächst in Jerusalem und Antiochien. Etwa hundert Jahre später breitete sich diese Litanei auch im Westen aus und wurde um 500 n. Chr. in die römisch-katholische Liturgie aufgenommen.