Lobgesang Marias - Magnifikat von Vivaldi
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Feierabend-Mitglied
21.12.2025, 10:58
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In der Weihnachtszeit kann der Lobgesang Marias aus dem Lukas-Evangelium nicht ausgeklammert werden. Bekanntlich war Vivaldi in Venedig an einem Waisenhaus für Mädchen mit Musikschule als Priester, Dirigent, Geiger und Hauskomponist tätig. Marias Lobgesang muss ihn sehr berührt haben, da er diesen mehrfach vertont hat.
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Trotz seiner großen Berühmtheit geriet Vivaldi gegen Ende seines Lebens ins musikalische Abseits und damit in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Er versuchte durch eine letzte Reise im Jahr 1740 nach Wien dort noch einmal neu Fuß zu fassen, starb jedoch im Juli 1741 und wurde - wie auch später Mozart - in einem Armengrab beerdigt, und seine Werke gerieten in Vergessenheit.
Im Jahre 1926 begann durch eine unerwartete Entdeckung eine Vivaldi-Renaissance: Ein verarmtes Salesianer-Kloster im Piemont erbat von der Turiner Nationalbibliothek ein Gutachten über eine Materialiensammlung, die veräußert werden sollte. Die Sammlung stammte aus dem Nachlass der Familie Durazzo aus dem 18. Jh. Der Musikforscher A. Gentili stellte fest, dass darunter 14 Bände mit bisher unbekannten Kompositionen von Antonio Vivaldi waren. Aufgrund eines Hinweises, dass dies nur der Teil einer viel größeren Sammlung war, suchte und fand Gentili schließlich 1927 die restlichen Bände im Besitz des Marchese G.M. Durazzo, des letzten lebenden Nachkommen der Familie. Alle Bände konnten für die Turiner Nationalbibliothek erworben werden.
So gilt Vivaldi heute durch diese zufällige Wiederentdeckung seiner Werke als einer der herausragendsten Komponisten des 18. Jahrhunderts.