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Max Bruch - 2. Violinkonzert

Von Feierabend-Mitglied Samstag 10.10.2026, 10:13


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Sinfonieorchester Tschechischer Rundfunk
Solistin Margarita Pochebut

10 Jahre nach dem erfolgreichen 1. Violinkonzert komponierte Max Bruch ein 2. Violinkonzert, das m.E. dem so beliebten 1. in nichts nachsteht. Man hört sofort die „Handschrift“ von Bruch und wird sehr stark an das 1. Violinkonzert erinnert.

Dieses Werk entstand 1877 für den spanischen Geiger Pablo de Sarasate, den Bruch bei der Aufführung seines 1. Violinkonzertes hörte und entschloss sich speziell für Sarasates Fähigkeiten etwas Passendes zu schreiben. Mitte Oktober reisten Bruch und Sarasate nach England, wo sie das Werk zur Uraufführung brachten.

Durch den Erfolg des 1. Violinkonzertes fiel Bruch die Komposition wesentlich leichter da er lt. seiner Aussage „Mut zur Instrumentalmusik“ bekommen hatte.

Johannes Brahms äußerte sich etwas negativ über die ungewöhnliche Struktur des 1. Satzes, da dieser mit einem Adagio beginnt. Üblich war ein Adagio als 2. Satz in ein Konzert einzufügen. Später aber korrigierte Brahms sein Urteil mit den Worten:„Mit dem Effekt des Bruchschen Konzertes habe ich mich wohl geirrt. Ich hielt den ersten Satz nicht für sehr praktisch“.

Im Adagio erklingt ähnlich wie im 1. Violinkonzert eine unsagbar schwärmerisch anmutende Melodie, die tief in die Seele dringt.
Mir hat dieses Violinkonzert jedenfalls sehr gut gefallen, das ich erstmals in einem Konzert hörte.

Bruch beklagte dass seine anderen Werke kaum mehr Beachtung finden seit seinem 1. Violinkonzert. Dabei habe er doch weitaus Besseres komponiert. Doch dessen ungeachtet, es ist nun einmal eine Tatsache dass das Adagio aus dem 1. Violinkonzert so berückend schön ist, dass es selbst in unmusikalische Ohren eingeht.

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