Oberon – C.M. Weber
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13.04.2025, 08:49 – geändert 13.04.2025, 09:01
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Ouvertüre
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Ozean-Arie
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Hört man den Namen Carl-Maria von Weber denkt man gleich an den Freischütz und die gespenstige Waldszene oder an den bezaubernden Walzer „Aufforderung zum Tanz“. Während von seinen Opern lediglich Der Freischütz auf dem Spielplan erscheint und zu den volkstümlichsten deutschen Bühnenwerken gehört, so werden allerdings seine Opern-Ouvertüren immer wieder gerne aufgeführt. Im Grunde ähneln diese mehr sinfonischen Dichtungen.
Im Sommer 1824 bekam Weber nach seiner Rückkehr aus einem Erholungsaufenthalt in Marienbad von dem Direktor von Covent Garden das Angebot für London eine Oper zu komponieren. Er sollte sich zwischen Faust oder Oberon entscheiden. Obwohl Weber in dieser Zeit gesundheitlich schwer angeschlagen war, nahm er den Auftrag an und wählte den Oberonstoff, nichts ahnend, daß seine Feenoper sein „Schwanengesang“ werden sollte (er starb 1826).
Auch bei dieser, seiner letzten Oper hatte Weber in Bezug auf das Libretto mit Widrigkeiten zu kämpfen. Planché, der englische Textautor, schickte stückweise Akt für Akt. Weber konnte sich daher zu Anfang keinen Gesamteindruck verschaffen. Er kritisierte höflich, aber bestimmt die große Anzahl sprechender und stummer Personen, und vor allem das Weglassen von Musik in entscheidenden, handlungstragenden Momenten.
„Der Zuschnitt des Ganzen ist meinen Vorstellungen und Maximen durchaus fremd. All diese Dinge berauben Oberon des Titels einer Oper und werden ihn für alle anderen, europäischen Theater ungeeignet machen, was eine sehr schlechte Sache für mich ist“, schrieb Weber an Planché in London.
Weber war ein Zeitgenosse Haydns, Mozarts und Beethovens (er starb 1 Jahr vor Beethoven) und hat insbesondere von der Mozartschen Musik die volkstümliche Schlichtheit übernommen, fügt aber den „seelischen Überschwang eines schwärmerischen Herzens“ hinzu. Außer Opern schrieb Weber insbesondere Klavier- und Kammermusik sowie Lieder und Konzerte.