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Die Galionsfigur

Von cinque Mittwoch 26.11.2025, 18:09


Sie kam in einer Speditionskiste aus Hamburg. Ihr Anblick löste keine Begeisterung
bei der Familie aus, vielmehr „oha“, „naja“ bis „na, das mußte wohl sein“ . Wohl proportioniert und spärlich bekleidet fand sie ihren Platz an der Wand im Wohnzimmer und schaute desinteressiert auf Anwesende.
Das Haus wurde verkauft, die Galionsfigur zog mit um, hing nicht mehr an der Wand. Sie stand nun in der Diele. Beim Öffnen der Wohnungstür fällt der Blick unweigerlich auf die hervorragenden Eigenschaften dieser Dame. Als Erster kam der Hermes-Bote und fragte die Frau des Hauses: „Waren Sie das mal?“ Leichte Irritation der Frau des Hauses.
Der Bote von DHL war direkter. „Oh, schöne Titten.“
Enkel Nr.5, Zornzwerg Hannes, drei Jahre alt, veranlaßte diese Dame bisher zu der Bemerkung „häßlich“. Doch dann begeisterte er sich für die zwei Klingelknöpfe.
Allgemeines Tschüss in der Diele, Hannes verabschiedet sich von der üppigen Dame, streichelt hingebungsvoll ihre Rundungen: „Mama“ .

























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