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Ein Besuch beim Friseur mit Folgen

Von tastifix Donnerstag 27.02.2025, 10:41 – geändert Dienstag 25.03.2025, 19:24

Vorweg möchte ich betonen, dass ich Stammkundin bei einer sehr anerkannten Friseurkette bin und dort schon jahrelang bestens bedient werde …
Deshalb trat ich also frohgemut den vierteljährlichen Ausflug in die Innenstadt an und freute mich schon auf den anschließenden Stadtbummel. So oft mache ich den ja nicht. Wir wohnen weitweg vonn der City. Wie immer wurde ich herzlich begrüsst, wie immer wurde mir auf einem hübschen schwarzen Tablett ein Glas Mineralwasser plus eines dekorativ daneben gelegten Kekses spendiert. Es dauerte nru wenige Minuten, dann trat eine mir bis dann noch ubnekannte Friseurin herzu, die mir sofort sympathisch war. Ich erklärte ihr, worauf sie bitte achten solle, wie ich den sSchnitt haben wolle und ihrer Reaktion nach zu urteilen, kannte sie sich gut aus und hatte meine Wüsche sofort verstanden ...

Nach dem Waschen wurde es dann echt spannend. Mir fiel zwar auf, wie lange sie fürs Schneiden benötigte, aber noch dachte ich ja, dass es wohl sein musste. Allerdings schien mir der Pony etwas sehr kurz geraten.
´Hm, mal abwarten, wie ich gleich aussehe!`
Zum Schluss bearbeitete sie meinen noch verbliebenden Haarschopf mit Fön und Rundbürste und ich durfte das Ergebnis im Spiegel begutachten. Irgendwie schien es mir anders auszusehen als sonst stets.
´Vielleicht täusche ich mich ja! Schau ich mir nachher nochmals genauer an!`
Immerhin sah mein Haar wieder gepflegt aus. Aber das eigenartige Grummeln in der Magengegend hielt an.

Daheim bestätigte sich, dass etwas total falsch gelafuen war.
„Seiht ja schlimm aus!“
So hing ich mich ans Telefon, schilderte mein Unbehagen und wurde nach meinem Wunschtermin zwecks fixer Überprung durch die Salonleitung befragt. Jene Friseurin war erkrankt, so dass das klärende Gespräch mit ihr für jenen Tag ausfiel.
„ich möchte nicht mehr, dass sie dann die Korrektur vornimmt, weil ich mir nicht sicher wäre, ob sie die richtig hin bekommen würde!“
Gleich anderntags fuhr ich wieder hin. Sie überprüften jedes einzelne Haar und bestätigten dann, was ich befürchtet hatte:
„Se hat alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann!“

Ich wurde neu ´verarztet`. Weil ich nicht als weißes Gespenst herum laufen wollte, was ia das Malheur noch betont hätte, bat ich um Farbe.
„Bitte den gleichen Ton wie damals immer. Der ähnelte meiner Naturfarbe am besten!“
Lange hatte ich gegen eine Reizung der Kopfhaut gekämpft, sie auch besiegt und wollte nicht das Risiko eingehen, dass es wegen einer zu aggressivem Farbmischung eventuell erneut dazu kommen würde.
„Wir nehmen eine Farbe auf Ölbasis!“
„Aber, wird das denn dann noch die gleiche Farbnuance?“
„Ja, das geht!“

Brav hockte ich dann die halbe Stunde im gemütlichen Sessel, beobachtete den sSraßenverkehr, zählte nach, wieviele weiße Wagen dort vorbei düsten, wurde dabei müde und stand dann kurz davor einzudösen. Gerade noch rechtzeitig erschien die Friseurin und bürtstete und fönte. Der Haarschnitt war eine Meisterleistung, denn, versuchen Sie mal, einen totalen Verschnitt in einen ziemlich guten zu verzaubern. Allein der Pony war nicht zu vervessern, viel zu kurz und zu fransig.

Ausgesprochen erleichtert, wie toll sie gearbeitet hatte, nahm ich es gelassen in Kauf, dass dagegen die Farbe mit meinem Naturton so gar nichts gemein hatte. Mein Haar präsentierte sich in einem viel zu dunklen Braun.
„Notfalls helle ich den selber auf!“, erinnerte ich mich an ein großes Familienfest vor vielen Jahren, als mir zuvor in einem anderen Salon tatsächlich Schwarz beschert und zudem noch versichert worden war, wie toll es aussähe. Damals hatte ich noch am Vortag des Festes einenan weiteren Salon aufgesucht, das Ganze geschildert und aus dem Schwarz wurde immerhin ein dunkles Rotbraun. Zuhause dann nach noch 14-maliger Wäsche ein annehmbares helleres Braun.

Ich wusch also nun merhmals mit Antischuppenshampoo, ließ es 45 Minuten einwirken …
„Falls es nichts bringen sollte … Ist ja Karneval und ich geh halt als Farbmonster!“, tröstete ich mich.
Zum Glück blieb mir jenes Kostüm erspart.Mein Haar wurde tatsächlich deutlich heller.

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