Ein schöner Abend
Von
cinque
19.10.2025, 17:52
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cinque
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Die Freunde Anna und Lukas sind aus dem Urlaub zurück, Urlaub am Gardasee. Der mitgebrachte Bardolino bringt Erinnerungen an den eigenen Urlaub im letzten Jahr. Ach ja, der Gardasee., Seelenheimat. Der Abend ist erfüllt von Gesprächen, Lachen und dem Duft des Weins. Die Gedanken wandern nach Limone und Malcesine. Gemütlich war der Abend, schön die Erinnerungen. Leider geht auch der gemütlichste Abend einmal zu Ende.
„Ich geh dann mal ins Bett“, verkündet er mit einem breiten Gähnen, streckt die Arme und kratzt sich am Kopf – ein Ritual so zuverlässig wie der Sonnenuntergang.
„Ich komm gleich nach“, sagt sie mit einem Blick auf die Gläser, die Krümel, die letzte Flasche Bardolino. Der Abend holt tief Luft, sie beginnt aufzuräumen. Sie ordnet die Sofa-Kissen, beseitigt die Krümel, räumt Geschirr und Gläser in die Maschine, Auf dem Weg zur Waschmaschine sammelt sie wie nebenbei ein paar Socken vom Boden, sortierte noch schnell die Wäsche, stellt ein Programm für morgen ein . Sie schaut nach dem Regler der Heizung, das Fenster im Bad ist gekippt. Alles wie immer. Sie setzt sich noch einmal an den Tisch, gießt sich den Rest Bardolino ein. Er bringt Erinnerungen. Ach ja, der Gardasee, schön die Erinnerungen an Limone und Malcesine. In Limone scheint die Zeit langsamer zu vergehen. Zwischen den engen, verwinkelten Gassen, den duftenden Zitronengärten und den pastellfarbenen Häusern fühlt man sich wie in einem mediterranen Traum, überall der Duft von Zitronen. Diese Tage am Gardasee waren erfüllt von Genuss, Natur und italienischer Lebensfreude. Eine Reise, die nicht nur auf der Landkarte Spuren hinterließ, sondern auch im Herzen.
Sie stellt das letzte Glas in die Maschine, kontrolliert die Haustür, Kurz die Zähne geputzt, ein prüfender Blick in den Spiegel, Im Schlafzimmer liegt er bereits tief versunken im Kissenmeer, leise atmend – der Tag ist für ihn schon Geschichte. Sie aber schaut noch einmal zurück. Gedanken sortieren, kleine Glücksmomente abspeichern: das Lachen, die Geschichten, die Wärme. Doch irgendetwas fehlt.
Sie steht wieder auf – barfuß, vorsichtig, um seinen Schlaf nicht zu stören.
Am Küchentisch schreibt sie den To-Do-Zettel für Morgen:
Spülmaschine, Waschmaschine soweit fertig -
Fotos vom Abend an Anna schicken -
Danke sagen für den Urlaubswein.
Dann legt sie den Zettel neben den Frühstücksteller, löscht das Licht, geht zurück ins Bett, schmiegt sich mit einem Lächeln in die Kissen . Buona notte und schläft ein.