Er blieb sich treu
Von
tastifix
14.09.2025, 10:53 – geändert 14.09.2025, 13:23
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tastifix
14.09.2025, 10:53 – geändert 14.09.2025, 13:23
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Der Junge wuchs in einer gutsituierten Famlie auf, beide Eltern hatten studiert. Zwar gingen sie mit dem Kind sehr liebevoll um, aber von klein auf wurde sr zu Bestleistungen angehalten. Dies steigerte sich noch, sobald Sven in der Schule war. Zum Glück war der Junge hoch intelligent und konnte dem Überehrgeiz der Eltern gerecht werden. Hatte man eines der Zeugnisse gelesen, kannte man sie alle - nur Einser. Daran änderte sich auch nichts, als Sven aufs Gymnasium gewechselt war. Dabei blieb der Junge aber so ,wie er stets gewesen war: Nie überheblich Anderen gegenüber und stets sehr hilfsbereit. Bald bildete sich eine kleine Freundesgruppe, die fast jreden Tag zusammen war. Sven war nach wie vor überall beliebt.
Inzwischen interessierte er sich intensiv für Gesang und Tanz. Generell faszinierte ees ihn, auf der Bühne zu stehen. Offensichtlich hatte er bereits eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was er später mal werden wollen würde und machte alles dafür, nahm an Gruppentänzen teil, übte Gesang und spielte mehrere Instrumente. Doch die Eltern, beide mit dem Theaterleben vertraut, befürchteten, dass es bei diesem Wunschdenken bleiben könnte und er sich auf dieses, auch, was die finanzielle Absicherung angeht, unsichere Pflaster begeben würde.
Mutter und Vater verboten es ihm zwar nicht, waren auch stolz wegen seiner Soloauftritte, aber eigentlich wünschten sie sich für ihnren Sohn eine ganz andere Karriere. Eine, die vor allem die Verwandten, Freunde und Bekannten beeindnruckt hätte und ihr Prestigdenken zufrieden stellen würde. Sie über-förderten ihn, verlangten schon jetzt eine hoch intellektuelle Ausdrucksweise. So wurde er mit Lateinismen konfrontiert, deren Bedeutung dem Kind noch total unklar war. Eindeutig diskutierten die Erwachsenen schon jetzt über ein ihrer Meinung nach passendes Studium für ihn.
Daheim sprachen die Eltern wohl mit Sven sehr oft über Schulausbildung und spätere Berufsmöglichkeiten. Eines Tages redete Sven mit seiner Großmutter darüber. Sie hatte zu dem eine ganz andere Einstellung:
„Oma, solch Bürojob ist nichts für mich. Ich will einen kreativen Beruf. Ich möchte zur Bühne.“
„Sven, ich rate Dir: Du bist noch sehr sehr jung. Wenn es in ein paar Jahren immer noch Dein Wunsch ist, dann gehe zu einer offiziellen Berufsberatungstelle und informiere Dich ganz genau über die Vor- und Nachteile künstlerischer Berufe. Du hast dann eine viel bessere Vorstellung von dem, was Dich erwarten könnte. Falls dann dieser Wunsch trotzdem gleich stark bleibt, dann ists allein Deine Entscheidung, ob Du jenen Weg einschlagen wirst!“
Sven hörte aufmerksam zu und seine Großmutter hatte das Gefühl, dass der Junge sehr wohl darüber nachdachte.
„Ja, Oma, das mache ich!“
Sie konnte es sich von ihm sehr wohl vorstellen, denn er verfolgte sein Ziel schon seit mehreren Jahren sehr konsequent.
´Seine kurzen Soloauftritte im Theater sind immer gut gewesen! Und mit welchert Freude er dabei ist!“
Sie irrte sich nicht. Als Sven dann in dem Alter war, nach dem Abitur die Wahl des Berufes ernsthaft zu überlegen, nutzte er die Berufsberatung und entschied sich dann nach reiflicher Überlegung, tatsächlich ans Theater zu gehen. Er spürte, es war nicht die Auflehnung gegen das vom Prestige geprägte Elternhaus, sondern es war seine Welt. Für ihn entsprach diese Entscheidung nicht einem Traumdenken, es war seine Passion.
Sowohl die Verwandten als auch seine Freunde erlebten mit, wie sehr zufrieden Sven war, wie viel ihm dieses Leben im Künstlermilieu gab. Die Verwandten sahen ein, dass der kleine Junge von damals schon genau empfunden hatte, was für ihn passend sein würde. Sie dachten um, nahmen Abstand von dem Gedanken an Titel und möglicher Universitätskarriere fürihn, .ffreuten sich für ihn und waten stolz auf Sven.
Er hatte sich nicht verbiegen lassen und war seinen Weg gegangen.