Gedanken um die deutsche Sprache
Von
tastifix
Montag 02.12.2024, 06:46
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tastifix
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Auf dem Heimweg von einem Literaturtreffen ging mir so Manches durch den Kopf. Es war ein äußerst interessantes Zusammensein gewesen, während dessen jemand auch folgende These aufbrachte:
´Es ist als Fortentwicklung der Sprache anzusehen, wenn der deutsche Wortschatz um fremdländische Wörter bereichert wird.`
Das will ich, das kann ich so nicht grundsätzlich bejahen!
Was bedeutet: Èigenständige Sprache?
Jede Sprache besitzt ein für ihr Land ganz eigenes Vokabular. Selbst eine Mischmasch-Sprache hat einen Wortschatz, der nur ihr zuzuordnen ist.
Was bedeutet Tradition für eine Sprache?
Als Tradition bezeichnet man das Althergebrachte, das unter Umständen schon sehr lange Beibehaltene. Es bietet die Basis für mögliche Veränderungen, die eventuell auch zur Bildung einer neuen Basis führen können. Die Veränderung einer Sprache durch neue Wort- oder Ausdruckswahl kann zunehmende Vermischung von Tradition und Neuem nach sich ziehen. Doch die Sprache an sich bleibt bestehen.
Was bedeuten mehr und mehr Fremdanteile für eine Sprache?
Englisch gilt neben Französisch als eine Fremdsprache, die fast überall auf der Welt verstanden wird. Politiker und Wissenschaftler bedienen sich des Englischen als vorrangigem internationalen Verständigungsmittel zwischen den Völkern.
Mich beschäftigt die zunehmende Vermischung unserer Sprache mit dem Englischen und/oder dem Amerikanischen, nicht allein vereinzelt eingeschobene Wörter oder feststehende Redewendungen betreffend. Nein, meiner Meinung anch verdrängt Englisch unsere eigene Sprache mehr und mehr.
Wir leben im Zeitalter der Medien und des Computers. Es hat sich eine typische Computersprache entwickelt. Sämtliche Erläuterungen der Computertechnik sind auf Englisch nachzulesen. Wer dessen nicht ausreichend mächtig ist, aber trotzdem einen Computer sein Eigen nennt, muss sich erst mal anderweitig kundig machen, wofür jene Begriffe eigentlich stehen. Für den Durchschnittsbürger, der sich nichtsahnend darum bemüht, sich mit seinem Computer anzufreunden, sind die englischen Fauchausdrücke zunächst ärgerliche geistige Stolperfallen, werden fast zur Qual.
Auch in der Umgangssprache findet sich bereits ein vielfältiges Kauderwelsch von Deutsch-Englisch-Amerikanisch. Es gilt als besonnders gebildet und/oder bei der Jugend auch als einfach schick, sich möglichst auf Amerikanisch-Englisch zu verständigen. Es klingt cool, man gehört dazu!
Hält man sich von diesem Trend Abstand, ruft es oftmals verächtlich-mitleidige Reaktionen hervor. Die/der kann es wohl nicht anders! Ich dagegen halte es für intelligenter, falls eben möglich, selbst schwierige Vorgänge oder Sachverhalte in unserer eigenen Sprache zu erklären als sogar gar auch für die einfachsten Dinge eine englische Umschreibung zu wählen.
Fremdwörter sollten wenigstens im Alltag noch nur eine Hilfsaufgabe in unserer Sprache erfüllen, sich deren Gebrauch aufs Notwendige beschränken, auf die Fälle, in denen das besagte Wort den Sinn dessen, was vermittelt werden soll, genauer trifft als der entsprechende deutsche Ausdruck.
Verschwindet unsere Muttersprache bald gänzlich?
Sprechen wir dann in Deutschland Engloamerikanisch??