Mein tolles MRT-Erlebnis
Von
tastifix
Mittwoch 16.04.2025, 13:55 – geändert Mittwoch 16.04.2025, 18:54
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tastifix
Mittwoch 16.04.2025, 13:55 – geändert Mittwoch 16.04.2025, 18:54
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Gegen kurz vir 15 Uhr hatte ich den Termin, um 15.15 Uhr war ich an der Reihe. Nachdem denn am Empfang noch Ungereimtheiten bezüglich des MRTs geklärt waren, betrat ich also die Kabine, in der ich mich hätte umziehen können, doch nach eigenem Wunsch behielt ich die Kleidung an und entledigte mich nur der Schuhe.
Dann endlich war der große Moment gekommen: Angt hatte ich keine, war nur gespannt, welchen Eindruck die Maschine bei mir hinterlassen würde. Der fiel zu meiner Überraschung ausgesprochen positiv aus. Das Gerät war, psychologisch gut durchdacht, auf seiner Liegefläche in einem sehr schönen Vanillegelb dick gepolstert. Ich legte mich also zurecht, wobei mir leider unter den Füßen etwas des untergelegten Küchenpapieres einriss.
„Tschuldigung, tut mir leid! Werd ich ersetzen!"
Die zwei Helferinnen grinsten und ich mit. Ich wurde mit Ohrstöpseln plus Kopfhörer versehen. Tatsächlich hätte ich mir Musikbeschallung wünschen können, verzichtete aber darauf, weil ich ja bestimmte Kommandos wie´Einatmen, ausatmen, nicht mehr atmen!`doch gerne vernehmen wollte. Bin ja stark hörbehindert. Dann setzten sie mir noch eine Brille auf, schaute aus wie ein riesiger Schirm und schon startete die Fahrt in die Röhre, was mir gar nichts ausmachte. Allerdings gab mir meine Fantasie total ver-rückte Gedanken ein. Naja, kann ja mal vorkommen, wenn man dort drin liegt.Unwillkürlich erinnerte ich mich einer gänzlich anderen Röhre, nämlich an meinen Backofen daheim, der sich im Gegensatz zu diesem MRT-Gerät in kaltem Dunkelgrau präsentiert. Irgendwie und doch auch wieder nicht waren sie tatsächlich ein wenig vergleichbar. In Beide wurde etwas hinein geschoben. Jeodch gabs den entscheidenden Unterschied, dass ich hier ja nur Fotomodell spielte, also im Gegensatz zu Plätzchen in der anderen Röhre nicht etwa geacken wurde. Jene Armen wurden im günstigsten Falle hellbraun und im schlimmsten Falle, wenn nämlich gerade dann das Telefon bimmelte, rabenschwarz. Aufßerdem lagen sie auf hartem Backpapier und nicht wie ich hier auf einer kuscheligen Liege.
Fast schlechten Gewissens wegen meines Gedankenausflugs konzentrierte ich mich erneut auf das, was tatsächlich abblief. Mir wurde eine Naturdeco gezeigt,über eine sehr sanft hügelige Landschaft, durch die ein Kanal führte. Ja, 9ch durfte eine romantische Schiffsreise verfolgen, vorbei an ausgedehnten Wiesen und sich an jene anschließenden Felsformationen. Fasziniert genoss ich den Anblick, die Piepstöne des Gerätes wie auch die Kommandos Éinatmen, ausatmen und die Luft anhalten` gerieten fast in Vergessenheit. Noch gelassener, als ich es selbst vor der Untersuchung schon gewesen war, hätte ich dieses TV-Programm der besonderen Art stundenlang genießen mögen. Doch es war gut, dass die Vorstellung nach 20min endete. Nur noch wenige Minuten länger und sie hätten mich wecken müssen.
Vielleicht, weil ich gehorsam alle Kommandos befolgt hatte, oder eher, weil es sowieso generell so üblich ist, überreichte mir eine Assistentin eine Packung CDs mit Fotos meines Innenlebens. Endlich wüRde ich mal begutachten dürfen, wie es in mir aussieht. Und, falls ich sie erkannte, sogar die Gallensteinchen zählen können.
Eigentlich würde ich ja ein paar Steinchen an einer Halskette vorziehen ...