Nerven wie Drahtseile 1
Von
tastifix
Freitag 06.06.2025, 08:26 – geändert Freitag 11.07.2025, 06:40
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Von
tastifix
Freitag 06.06.2025, 08:26 – geändert Freitag 11.07.2025, 06:40
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Gleich werdet Ihr mir garantiert tief aufseufzend zustimmeen. Es geht um eine überall bekannte Problematik, mit der sich zumindest die weibliche erwachsene Bevölkung konfrontiert sieht. Deren andere Hälfte versteht dem nämlich geschickt aus dem Weg zu gehen und hält sich wochentags lieber an ihrer Arbeitststelle, im besten fFalle in eeinem geräumigen Büro auf und schaut während der häufigen Kurzpausen fröhlichst durchs Fenster ins Grüne oder auf einen munter dahin plätschernden Fluss. Ist ja viel amüsanter als das Pflichtprogramm der geliebten Weiblichkeit daheim, nsbesondere dann, wenn sie Mutter mehrerer Kinder ist.
Also, als Mama war ich bestens beschäftigt: nch und nach (Im Abstand von jeweils 2 1/2 Jahren) wickelte ich, kleidete an, fütterte und wiegte in den Schlaf.
Weils praktischer war, bekam ich zuletzt Zwillinge. War mir das fGlück hold, durfte ich sie anschliend spazierenfahren, Erholungspause an der frischen Lfut ...
Oft genug aber war ich vom Pech verfolgt: Wollte die Haustür abschließen und musste denn doch noch umkehren. Baby boykottierte den Ausflug mit der langweiligen Nur-Aussicht auf den Himmel, wurde wach, krebsrot undn brüllte wie am Spieß: Die Pampers war voll. Ich:
"Ochnee!!"
Es war ja darauf keine pampige Antwort zu befürchten, dafür fehlten Baby noch hdie Worte. Nach kurzem Aufenthalt daheim erneut nach draußen.Der Kinderwagen bewies sich als die beste
Quietschkommodenberuhigungstablette der Welt! Welch eine Wonne, dann das Bild einer stolz-entspannt strahlenden Mama abzugeben, die "Stress" scheinbar gar nicht kannte.Toll!
Aber aus Babys werden Kleinkinder, danach Schulkinder und lernen ständig neue Taktiken, wie sie Mama auf die Pslme bringen können und so entfuhr mir abends im stillen Kämmeerlein ein ehrlicher Seufzer:
"Puuh! Endlich sind die Vier im Bett!"
Äußerst interessant wars dann, als sie Teenager wurden - wohlgemerkt alle fast gleichzeitig. „Jugendliche Persönlichkeitsbildung und deren Folgen hängen davon ab, welche Jugendliche man vor sich hat. Ich hatte ja die Auswahl: Zwei waren sogar darum bemüht, Mama jederzeit bei der Hausarbeit zu helfen, sie davon abzuhalten, etwa Teller selber zurück in den Schrank zu befördern usw. Die anderen Beiden stellten sich stur und zogen es vor, sich per Internet über ihre Stars zu informieren.
„Mama ist ja fit. Sie schafft des schoin alleine!“
Irgendetwas hatten wir wohl bei deren Produktion falsch gemacht. Das waren doch nicht unsere Gene, die wir denen da vererbt hatten. Soo waren wir nie gewesen in deren Alter. Nein, dageegen fast d reine Engel. Nach etwas Grübeln mussten wir uns leider eingestehen, es wären denn doch unleugbar unsere Gene! Wenigstens schafften wir es, uns dies Eingeständnis nicht anmerken zu lassen. Ja nicht zuzugeben, dass wir selber ebenfalls den Kreislauf der Eltern nach Kräften unterstützt hatten. Andernfalls wären alle Versuche, dem Ideen- und zunehmendem Argumentenreichtum der Vier beizukommen, zum Scheitern verurteilt gewesen. Tja, wir standen eben dauernd auf dem Prüfstand..
`Sollen wir oder lassen wir es besser?`...