Nur-Frau
Von
tastifix
21.09.2025, 09:01 – geändert Dienstag 07.10.2025, 05:11
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tastifix
21.09.2025, 09:01 – geändert Dienstag 07.10.2025, 05:11
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Laut der Bibel sind wir Frauen ja nur eine aus der siebenten Rippe geformte Zugabe zu dem wichtigsten Geschöpf, dem Mann. Aber was für eine!
Immerhin wusste sich schon Eva im Paradies eine Eigenschaft ihres Adams zunutze zu machen und wickelte ihn um den Finger. Adam war wie fast alle Männer ein Schleckermaul. Also hielt Eva ihrem Liebsten, obwohl verboten, einen Apfel unter die Nase. Adam genoss ihn ohne einen einzigen Gedanken an die zu erwartende Strafe. Wahrscheinlich hatte die Krone der Schöpfung nicht genügend ihrer noch relativ ungenutzten grauen Zellen aktiviert, um vorher zu überlegen, welche Folgen es für die Zukunft haben könnte. Tja: Von dann an war das Paradies für die Beiden verschlossen und sie mussten sich für den Rest ihres Lebens auf der Erde plagen,
Und Er bestimmte noch etwas, was die eine Hälfte seiner Schöpfung ihm im zunehmenden Maße im Laufe der Jahrtausende übel zu nehmen begann. Er hielt uns streng vor Augen, dass wir weiblichen Wesen Nur-Frauen wären und dem Mann Gehorsam zu leisten hätten. Unter Schmerzen hatten wir Kinder zu gebären ind obendrein durften die Herren der Schöpfung uns nach Gutdünken kommandieren und gar malträtieren. Sowieso blieben alle wichtigen Entscheidungen dem Mann vorbehalten.Uns stand kein Mitsprache- und scnon gar kein Widerspruchsrecht zu.
Erst viel später in der Antike änderte sich daran etwas. Wer hätte das gedacht: Ab jener Epoche zogen ausgerechnet wir Nur-Frauen die Fäden im Hintergrund und dirigierten sogar die Weltgeschichte als Geliebte der Herrscher und Könige. Und/oder bestiegen doch wirklich selber den Thron. Man gedenke Kleopatra, Königin von Ägypten(69-30 v.Chr.). Von `Das Weib sei dem Manne untertan` hielt die überhaupt nichts. Kommandierte so und so herum und letztendlich dann auch den armen Caesar.
Im Mittelalter dann gewannen einige Burgfräulein oder Prinzessinnen an Einfluss, verstanden es, die liebe Männerwelt in bestimmter Weise zu reizen, woraufhin jene ganz reizend wurde und infolge nach ihrer Pfeife tanzte. Sie fiel nämlich auf jene mannigfachen Manöver der Damenwelt nur zu gerne herein. So konnten wir Frauen auf so gar nicht schwächliche Weise mit deren Mithilfe unsere Ziele verfolgen und die eigenen Vorstellungen von der Welt Wirklichkeit werden lassen. Es lockte eben die holde Weiblichkeit.
Als Frau an der Spitze sei Elizabeth I(1533-1603), Königin von England erwähnt. Die baute die anglikanische Kirche aus und bekämpfte mutig Katholiken sowie Puritaner. Doch zu ihrer Schande ließ sie sich leider dazu hinreißen, ihre Gegenspielerin Maria Stuart umbringen zu lassen, nur, weil Maria eine übermächtige Gegenreform nach Schottland gebracht hatte, die dabei war, auf England überzugreifen.
Und wir Frauen kämpften um die Gleichberechtigung, drängten uns immer stärker nicht nur daheim, sondern auch im öffentlichen Leben in den Vordergrund. Das Mehr an Gehirn, auf das ja die Männer mit Vehemenz bestandenangeblich , war wohl doch nicht ausschlaggebend für Intelligenz, Leistungsfähigkeit und daraus resultierendem Erfolg. Wir haben zwar angeblich weniger im Oberstübchen, aber das, was wir dort haben, wiegt demnach doppelt. Wieder mal beweist sich der Satz:
„Nicht die Quantität macht`s, sondern die Qualität zählt!“
Heutzutage bleibt den Männern nichts Anderes mehr übrig, als zähneknirschend oder auch wohlwollend zuzugeben, dass die Zeiten des schwachen Weibes endgültig vorbei sind. In allen Bereichen des öffentlichen Lebens lockern wir Frauen mit Charme das Arbeitsklima auf, bringen Frische und Strahlen in die muffigen Büros mit den noch muffigeren, weil missmutig vor sich hin schuftenden Männern und beflügeln deren Geist. Die stürzen sich mit vermehrter Anstrengung in ihre Pflichten, um uns zu beweisen, dass sie aber zumindest noch mit uns mithalten können. Das Gegenteil würde sehr an ihrer Mannesehre kratzen. Schließlich sind wir, wie sie sich nur zu gerne immer wieder versichern, ja nur aus ihrer siebenten Rippe entstanden.
Inzwischen bekleiden wir Direktoren- und Ministerposten oder regieren sogar ein ganzes Königreich wie Elisabeth in England. Und ernten mittlerweile sogar Anerkennung und Bewunderung von Seiten der Krone der Schöpfung. Die hat nämlich endlich eingesehen, dass ihr dadurch kein Zacken aus der Krone verloren geht, im Gegenteil.
Einige der Herren der Schöpfung aber missbilligen dies, beäugen uns misstrauisch, während wir elegant und leicht die Karriereleiter hoch hüpfen. Eine siebente Rippe … Und dann so kess? Das Misstrauen wächst, schlägt um in Missgunst und gar Wut. Denn:
Wir Nur-Frauen avancierten erst zur Frau, dann zur Sogar-Frau und standen und stehen nun überall unseren Mann. Klauen diesem vielerorts die Führungsposten. Nein, so nicht!
Jene Supergeschöpfe sehen ihre Vormachtsstellung mehr und mehr ernstlich bedroht und knurren sauer vor sich hin. Die Fronten verhärten sich. Sie, sie seien doch die Krone allen Seins. Vergeblich!. Wir einstigen Nur-Frau erweisen uns als taktisch äußerst klug und zudem ausgesprochen tüchtig.
Und die Kinder bekommen wir nebenbei auch noch!!