Unwetterfront
Von
tastifix
gestern, 11:36
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tastifix
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Erst sehr spät war ich eingeschlafen. Hatte zuvor noch den Anblick des Mondes sowie der in manchen Wolkenlücken sich zeigenden Sterne genossen. Alles hatte so friedlich gewirkt, noch nichts auf das eventuell zu erwartende Unwetter hin gedeutet.
´Hm!`, dachte ich. ´Vielleicht erreicht des uns ja gar nicht!`
Zwar vermochte ich den Gedanken daran, dass jene Wetterfront auch Düsseldorf nicht erspart bleiben sollte, nicht ganz zu verdrängen, doch die Müdigkeit siegte letztendlich und ich schlief ein.
Mehrere Stunden später wachte ich auf. Es trommelte gegen die Dachfenster. Es war noch Nacht. Im Laternenlicht erkannte ich, diesmal wäre es kein Schnee wie in den letzten zwei Tagen, sondern starker Regen oder auch Eisregen. Windig schien es aber nicht zu sein.
Noch sehr müde, legte ich mich wieder hin, schlief auch sofort ein, doch diesmal währte der Schlaf nur kurz, ich stand auf und trat ans Fenster. Von der gestrigen immerhin noch 7cm-Schneedecke auf den Dächern und im Garten waren nur noch kleine Flecken übrig geblieben. Im allmählich aufkommenden Tageslicht schien es so, als ob sich sogar die Sonne blickeen lassen wollte. Doch dies blieb nur ein Wunsch. Dagegen wurde die beginnnde Helligkeeit des Tages immer energischer von gräulichen Wolken vertrieben, die zudem ständig dunkler wurden.
Würde jene Wetterfront, vor der im TV auch für Düsseldorf gewarnt worden war, tatsächlich hier eintreffen? Würde vielleicht gar eine dichte Schneewand, hin und her gewirbelt im Wintergewitter mit Sturm, uns hier im Randgebiet Düsseldorfs zunächst wehrlos machen? Bahnen und Busse würden ausfallen und die Autofahrer, ie aus welchen Gründen auch immer, unterwegs sein mussten, wären gezwungen, gar lange Staus in Kauf zu nehmen, falls selbst die Räumfahrzeuge Schwierigkeiten haben würden, gegen die Schneemassen anzugehen. Eventuell müssten wir noch froh sein, wenn Strom und Heizung nicht ausfielen wie es in Berlin passierte, wo die Bevölkerung gezwugnen war, sich in den Wohnungen mit dicker Winterkleidung vor der Kälte zu schützen. Nicht Jeder besitzt einen Kamin.
In meiner Fantasie erreichte der Sturm die Stäke 10, ich sah abgedeckte Häuser, umgekippte Fahrzeuge auf den Straßen und in den Gärten horrende Verwüstungen. Die Rolläden klapperten heftig, der Sturm grollte ständig gefährlicher.
Zum Glück holte mich irgendein Geräusch von dort draußen in die Realität zurück. Noch immer ists ansosnten ruhig, noch ist von einem Weltuntergang nichts zu merken. Nur die dunkle Wolkenfront kündigt davon, dass wir vielleicht mit fiesem Wetter konfrontiert werden werden.
Der angekündigte Sturm ist bis jetzt nur eine leichte Brise, die gerade kräftig geenug bläst, dass sie die obersten dünneren Zweige der Bäume ein wenig schaukelt.
Falls es doch noch zu dem besagten Unwetter kommen sollte, werde ich dem, im Haus gut geschützt, durchs Fenster zuschauen genau wie vor vielen Jahren, als durch ein gewaltiges Gewitter im Norden Düsseldorfs viele Schäden entstanden, deren Behehbung dann mehrere Monate beanspruchte. Wir hier ganz im Süden hatten damals Glück. Hier passierte nichts.
Wie sich heute das Wetter gestalten wird, bleibt abzuwarten.