Wortwege
Von
tastifix
Mittwoch 31.07.2024, 04:12
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tastifix
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So Vieles gibt es auf der Welt. So Vieles ereignet sich. Einfach deshalb, weil es schon immer so war. Niemand kommt auf den Gedanken, sich deswegen Gedanken zu machen. Etwas in Frage zu stellen, strengt ja an. Und Anstrengung setzt Willenskraft voraus. Und die fehlt meist. Erst recht dafür.
Zudem zeigen sich, wenn man wirklich darüber nachgrübelt, oftmals Abgründe in der menschlichen See, die möglichst verborgen bleiben sollen. Es ist von Nachteil, ihnen die Deckung zu nehmen ,bedeutet Demaskierung. Und das ist schlecht für die Maske und arg für den Menschen, der, dann in seiner Psyche entblättert, verletzbarer, manipulierbarer und sogar erpressbarer wird.
Darum lässt man besser allem seinen gewohnten Gang. Nur ja nichts riskieren! Imageaufbau und -pflege gestalten sich oft ziemlich schwierig. Zum Teil stellt man Eigenschaften zur Schau, die nicht dem eigenen Selbst entsprechen. Aufgesetzte Eigenschaften als Versteck des wahren Charakters. Die führt man mehr oder weniger perfekt vor. Der Mensch wärmt sich an dem selbstgestrickten Schutzmantel, rafft ihn eng um sich, damit er nicht durchsichtig und der Mensch dann von seiern Umgebung durchschaut wird. Im schlimmsten Falle tatsächlich sogar von der engsten, der Familie. Nur das nicht!
Der Charakter offenbart sich nicht nur erst in Taten sondern auch in Worten. Leider häufig nicht zum Wohle der Mitmenschen. Nicht allein für Small talk. Für erfundene Geschichten, die amüsieren. Nicht allein, damit wir unsere Anteilnahme am Schicksal Anderer zum Ausdruck bringen. Nein, die Sprache wird oftmals zu einer nicht zu unterschätzenden Waffe. Zeigt dann ein erschreckend fieses Gesicht. Die Falten dieses Gesichtes: Schimpfen, Verhöhnen, Beleidigen, Lügen und Ränkeschmieden. Mehr oder weniger geschickt auch das.
Mit unserer Sprache lässt sich der gerade, ohne Umschweife ehrliche Weg beschreiten. Oder aber auch der gebogene, niederträchtige Pfad, der in letzter Konsequenz bis zur Vernichtung des Opfers führen kann. Auf dem negativen Weg gibts kein Zaudern. Allein noch das Ziel vor Augen, interessieren nicht mehr die Auswirkungen beziehungsweise die Schäden, die die Bösartigkeit auf dem Weg bis dorthin zur Folge haben können. Selbst das Positive erfährt dann negative Reaktionen. Durch Gutes wird dem Schlechten verdeutlicht, dass es schlecht ist. Das Schlechte gibt aber um keinen Preis in der Welt seine Niederträchtigkeit zu. Sonst wäre es demaskiert. Es wäre ihm der Wind aus den Segeln genommen. Es verlöre seine Macht. Und das will es nicht!
Worte können Wahrheit aufzeigen, Informationen geben, aufbauend und unterstützend wirken, Gefühle ausdrücken. Aber: Worte können Lügen in den Raum stellen, verletzend sein, niederdrückend, vernichtend bis zum Tod.
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