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Auch Löweneltern haben es nicht leicht

Von tastifix Dienstag 20.01.2026, 11:09 – geändert Samstag 28.02.2026, 10:54

Es war ein sehr heißer Sommemrtag. alle Tiere hatten sich, wenn eben möglich, in den Schatten verzogen und ruhten sich aus. So auch Löwenkönig Leo und seine Familie. Doch Saris und Leosa Nachwuchs begann sich zu langweilen und Plim und Plum wollten Abwechslung.
"Wir fallen Papa und Mama auf den Wecker! Das wird lustig!“
Anstatt weiterhin im Schatten zu liegen wie die Eltern, turnten sie um und auf jenen herum, bis es denen zu lästig wurde.
´Hört auf! Es reicht!`
Die Beiden aber dachrten gar nicht daran, Ruhe zu geben. Nein, das Toben machte eben Spaß. Dreist kletterten sie Leo und Sari auf den Rücken und hopsten dort herum wie Menschenkinder auf einem Trampolin.
´Ach, wäre ich doch ein Frosch! Der muss sowas nicht aushalten!“, stöhnte Leo, bleckte das imponierende Gebiss und knurrte seine Söhne kurz an.
"Ein Frosch, Papa? Aber dann müsstest Du den halben Tag lang quaken und das ist anstrengend!“
„Und dauernd selber jagen!“
„Woher wisst Ihr das denn?“
„Na, hat jemand erzählt. Ist eben so!“, behauptete Plum.
„Genau!“, merkte Mama Sari an. „Wäre vielleicht gar nicht so schlecht für Dich! Würdest endlich nicht mehr alles mir überlassen können!“
„Richtig, Mama! Denn die Froschpapas passen auf die Kleinen auf!“
„Ach herrjee! Dann bleib ich lieber ein Löwe!“, knurrte Leo, verzog sich in seine Ecke, gähnte herzhaft und schlief prompt ein. Das schnelle Einschlafen klappte hervorragend, hatte er ja in seinem langen Leben eifrig geübt. Er verließ sich einfach darauf, dass Sari auf Jagd gehen und dann mit Beute heimkehren würde. Es könnte zwar lange dauern, aberwas sollte es? Er würde halt die Zeit sachlummern. Das war auch sein gutes Recht als der König der Löwen und genauso als Familienoberhaupt.

Saueur schielte Sari zu ihrem Göttergatten. Am liebsten hätte sie mal mit der Pranke ausgeholt, doch dies ließ sie bleiben. Erstens war er viel stärker als sie und zweitens machte man sowas als anständige Löwin seinem Löwenkönig gegenüber nicht.
„ich hab Hunger!“, meldete sich Plim.
„Ich auch!“, meckerte Plum.
„Jetzt seid endlich still. Oder seht Ihr gerade Antilopen an uns vorbei wandern?“
„Mama, nee, na und? Dann guck doch nach, wo welche sind!“
Sari seufzte. Die Kleinen hatten ja vor zwei Tagen den letzten Happen verschlungen.
„Gut, ich zieh los. Ihr bleibt beim Papa, macht keinen Blödsinn und entfernt Euch nicht aus der Höhle!“
„Machen wir!“, echoiten die Beiden.
Nach einem frustrierten Blick auf den firedlich schlummernden Leo begab sie sich also auf die Wasnderschaft, von der sie nicht abschätzen konnte, wie lange die dauern würde.
„Also, Hasen oder so würden ja auch mal ausreichen! Plim und Plum immer mit ihren Sonderwünschen!!“
Tja, bei den Löwen ists halt so, dass die Mutter auswärts arbeitet und der Vater derweil die Hausarbeit sami Pflege des Nachwuchses übernimmt. Zumindest offifziell. Inoffiziell ruht er sich meist nur aus. Bis auf die wenigen Auseinandersetzungen mit Konkurrenten, die ihm das Revier nehmen wollten.

Sari war sehr lange fort, der Nachwuchs längst nicht mehr so brav, hatte seinen Vater geweckt, zum Spielen aufgefordert und tobten auf ihm herum. Sehr bald verlor Leo die Geduld.
„Hoffeutlich kehrt Sari gleich heim! Es langt!“
Er brummte warnend, woraufhin Plim und Plim lieber in die Höhle trabsten. Dort grübelten sie aber darüber nach, wie anders sie vielleicht ihren Vater noch nerven könnten. Zu dessen Pech fiel ihnen schnell etwas ein. Sie fragten ihn Löcher in den Bauch:
„Papa, warum?`“
„Papa, wehalb?“
„Papa, mein Freund hat mr aber gesagt …?“
Ab und an drehte sich Leo zur Seite weg. Sollte für den Nachwuchs das Zeichen sein:
„Sprechstunde beendet!“
Doch gab jener nicht auf und als ein liebevoller Vater war Leo denn doch gezwungen, auf jede weitere Frage einzugehen.
Dabei blieb es dann für eine lange Zeit. Dann endlich erspähte Leo in der Ferne seine Sari, die, ein Antilopenkalb hinter sich her schleifend, eindeutig total groggy nachhause schlich. Leo und den Kleinen lief das Wasser im Maul zusammen.
„Lecker!“
Aber Plim und Plum hatten sich zu gedulden. Erst durften Leo und Sari sich den Bauch vollschlagen, danach waren sie an der Reihe. Nachdem sie gesättigt waren, kringelten sich die Minis in der Höhle zusammen und träumten vor sich hin.

Sari und Leo atmeten auf.
„Puu! Hat das gedauert, bis ich die Antilope überwältigt hatte! So lange hab ich noch nie hinter einer her rennen müssen! Und das, obwohl es ein Kalb war! Ich kann nicht mehr! - Und wie wars hier? Etwas Besonderes?“
„Na ja, wie man es nimmt! Kaum warst Du weg, da bekamen Plim und Plum ihre verrücken Minuten. Die hielten aber bis jetzt an! Wahrlich toll! Ich bin total erledigt!“
Grübelnd schauten sie sich an.
„Hm, also, auf die Jagd zu gehen stell ich mir ätzend vor. Und das dann ale paar Tage!“, lobte Leo.
Sari meinte dazu:
„Na, den halbwen Nachmiag lang unseren lebhaften Nachwuchs zu beaufsichtigen, der noch soviel Blödsinn ausheckt, ist garamntiert genauso nervend!"
Sie schleckten sich zärtlich die Ohren.
„Wir sind beide gleich tüchtig."
Zufrieden kuschelten sie sich aneinander, schlossen die Augen und träumten ebenfalls. Vielleicht von Nachwuchs, der weniger keck war?? Nein, sie waren sich sicher, dass sie die niedlichsten Löwenkinder der Wlet hatten und sie sie nie gegen andere eintauschen wollen würden. Egal, wie frech Plim und Plum auch manchmal waren.

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