Das große Abenteuer
Von
tastifix
Montag 30.09.2024, 14:51
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
Von
tastifix
Montag 30.09.2024, 14:51
Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten
In 3000 m Höhe, bot die Bergwelt mit den Gletschern und den schneebedeckten, in der Sonne wie Diamanten glitzernden Gipfeln einen traumhaften Anblick. Loangsam kämpfte ich mich Schritt für Schritt aufwärts. Nur mein Keuchen und das Knistern des Schnees utner den Schuhen unterbrachen die fast mystische Stille. Bereits seit Tagen unterwegs, setzte mir inzwischen die schneidende Kälte sehr zu.
„Wofür denn das Ganze? Und was, wenn ich gar nichts entdecke?“
Aber ich blieb hartnäckig. Zu vieleGerüchte waren im Umlauf und ich wollte endlich Klarheit.
Wenig später erklomm ich ein größeres Eelsplateau. Erschöpft hielt ich inne. Außer verstreut liegender Gesteinsbrocken war zunächst nichts Ungewöhnliches zu sehen. Docch plötzlich fiel mir ein gewaltiger Steinhaufen auf.
„Es sieht aus, als ob ...“
Irritiert wollte ich es als nur ein Hirngespinst sdchnell verdrängen. Vergeblich! Magisch angezogen stapfte ich darauf zu. Seitlich befand sich eine riesige Öffnung, etwa drei Meter hoch und zwei Meter breit. Trotz aufkommender Bedenken leuchtete ich mit der Ttaschenlampe hinein. Es war ein hoher abwärts führender Gang.
„Soll ich oder besser doch nicht?“
Die Neugierde trieb an, ich überwand mich und folgte ihn. Der Gang verbreiterte sich immer mehr und leitete in eine gigantische Höhle. Aufgeregt schaute ich mich um und entdeckte ganz hinten eine etwa 4m lange und 2m breite Kühle. Mir schauderte es. Panisch spurtete ich zurück zum Ausgang. Draußen war alles wie vordem. Dennoch wollte ich mgölichst rasch fort von nenem für mich Unerklärlichen. Auf zitternden Beinen schleppte ich mich mühsam voran. Vor mich hin grübelnd, kam mir ein vager Verdacht:
„Wenn dem so wäre, dann schwebe ich jetzt vielleicht gar in Lebensgefahr!“
Es beschäftigte mic hso sehr, dass ich nicht mehr darauf achtete, wohin in die Füße setzte und stürzte in eine vom Schnee verdeckte tiefe Gletscherspalte. Haltsuchend krallte ich die Finger ins Eis. Vergeblich!
„Es ist aus!“
Doch ich gab nicht auf:
„Von ein paar oberflächlichen Schrammen abgesehen bin ich unverletzt. Also … “
Eispickel und Seil aber waren während dem Sturzes verloren gegangen. Todesangst erfasste mich. Wieder und wieder schrie ich sie in die Einsamkeit hinaus. Sehr bald jedoch waren die letzten Kraftreserven verbraucht und meine Stimme immer leiser, bis ich denn verstummte. Die Sinne drohten mir zu versagen. Auf einmal jedoch schreckte ich hoch.Von draußen drang ein lautes Stampfen zu mir herunter. Es kam immer näher, doch dann herrschte plötzlich wieder Stille. Ängstlich schaute ich nach oben. Die Sonne blendete mich. Angestrengt blinzelte ich ins Helle.
„Sowas gbit es nicht. Ich hab Halluzinationen!“
Aber der Schatten am Eingang meines Verlieses verschwand nicht und ich vernahm eigenartige, dem Knurren eines verunsicherten Tieres ähnelnde Laute. .
Im nächsten Moment blickte ich in ein solch fremdartiges Gesicht, wie noch niemals zuvor. Die blauen Augen lagen tief und waren von langem weißen Zottelfell fast verdeckt wie auch das gane restliche Gesicht. Das Wesen beugte sich näher zu mir. An die 3,50m jenem hoch, vo nstämmiger Gestalt und überall vom jenem weißen Fell bedeckt.
„Es wirkt nicht böse, sondern nur neugierig!“
Überraschend für mich legte es den Kopf schief und streckte mir den Arm entgegen.
„Es ist meine letzte Chance!“
Zögernd umklammerte ich die Hand, die meine fest umschloss. Vorsichtig zog mich das Wesen nach oben. Unwillkürlich keimte in mir die Hoffnung,.vielleicht denn doch gerettet zu werden.
„Oder soll ich als Futter dienen?“
Nein, es streichelte meine Wange, trug mich dann in jene Höhle, die den Beginn dieses Abenteuers bedeutet hatte, bettete mich inder Kule auf ein Bärenfell.und gab mir aus einem Steinbecher Wasser zu trinken. Danbkar lächelte ich es an und - das Wesen lächelte zurück.
„Ein Mensch!?“, durchfuhr es mich.
Inzwsichen war ich mir sicher, nicht mehr um mein Leben fürchten zu müssen. Aber was würde nun werden? Würde er mich gehen lassen, wollte ich denn überhaupt schon zurück? Zwar dachte ich sehnsüchtig an daheim, aber ich hatte ihn gefunden, dessentwegen in der modernen Welt zahllose Gerüchte kursierten und die Fantasie Purzelbäume schlug.
„Ob wir miteinander kommunizieren können? - Weshalb eigentlich nicht? Wir hatten ja bereits ein Lächeln ausgetauscht.
Ermattet schlief ich ein.
Als ich - wohl erst nach Stunden - wach wurde, hockte er neben der Liegestatt, den Blick fest auf mein Gesicht gerichtet. Ich verspürte großen Hunger und suchte im Rucksack, aber der Proviant war aufgebraucht. Flehend blickte ich meinen Retter an und führte mehrmals die Hand zum Mund. Würde er verstehen? Wirklich ahmte er die Bewegung nach, ich nickte und er antwortete mit einem Kopfnicken, holte ein Stück Fleisch herbei und gab es mir. Erleichtert biss ich hinein.
„Wenn er doch sprechen könnte!“
Aber jede seiner Aktionen begleitete nur dieses eigenartige Knurren. Doch wusste ich jetzt, dass er Mimik und Gestik sehr wohl verstand.
So zeigte ich ihm das Foto meiner Familie, deutete zuerst darauf und dann auf mich. Aufmerksam betrachtete er es und lächelte.
„Er ahnt, was ich ihm sagen will!“
Fragend blickte ich ihn an und dann nochmals auf das Bild. Bildete ich es mir nur ein oder las ichTrauer in seinen Augen?
„Er lebt völlig allein hier!“
Mitleidig strich ich ihm über das weiche Fell. Er sah mich treuherzig an.
„Bestimmt hat er als Einziger seiner Spezies eine naturkatastrophe überlebt! - Wie nur kann er diese eEinsamkeit überhaupt ertragen?“
Etwas hatte er uns modernen Menschen wohl voraus, vielleicht, dass er sich eins fühlte mit der ihn umgebenden Natur? ich seufzte. All diese Fagen wrüden für imemr offen bleiben.
Bevor die Dämmerung einbrach, musste ich Abschied nehmen. Ein Abstieg im Dunkeln hätte eventuell Selbstmord bedeutet. Es fiel mir schwer, denn ich hatte jenen Menschen liebgewonnen.
Wir traten in die bittere Kälte hinaus und ich deutete in die Tiefe.
„Es ist Zeit. Ich muss zurück!“, murmelte ich und schluckte.
Wieder strich er mir sanft über die Wange und knurrte leise. Ich schulterte mein Gepäck, wandte mich ab und und entfernte mich langsam. Doch nach einigen Minuten drehte ich mich nochmals zu ihm um. Er hatte sich nicht von der Stelle gerührt und mir wohl unverwandt nachgeschaut. Zu einem letzten Abschiedsgruß lächelten wir uns an. Dann jedeoch drehte er sich weg und stampte zurück in die Einsamkeit des ewigen Eises.
Während des gesamten Abstieges sah ich ihn vor mir, diesen gewaltigen, sanften Riesen, jenen Menschen aus einer längst vergangenen Zeit.
„Niemand soll Dich je bedrängen oder gar jagen. Ich werde die Erinnerung an Dich tief in meinem Herzen bewahren und schweigen, so lange ich lebe!“
Immer dann, wenn ich den Blick über die hohen Berge schweifen lasse, sind meine Gedanken bei ihm, meinem Freund, dem Yeti.